Lilien-fazit: pfitzner zufrieden, aber kurskorrektur nötig!
Darmstadt – Ein Raunen ging durch die Frankfurter Kurve, als Markus Pfitzner, Präsident des SV Darmstadt 98, im Nachgang zur Saison eine überraschend positive Bilanz zimmerte. „Ganz weitestgehend zufrieden“, nannte er die Leistung der Lilien, die am Ende auf dem fünften Platz der 2. Bundesliga landeten. Doch hinter der positiven Schlagzeile verbirgt sich eine nüchterne Erkenntnis: Der Einbruch im Schlussspurt darf nicht unkommentiert bleiben.

Die achterbahnfahrt der lilien
Die Saison der Darmstädter war ein Wechselbad der Gefühle. Lange Zeit schien der Aufstieg in die Bundesliga greifbar, doch die letzten Spiele ließen die Fans bangen. „Drei Viertel der Saison ging es fast ausschließlich nach oben“, erinnerte Pfitzner, „und zuletzt sind wir leistungstechnisch ein ganzes Stückchen nach unten gerauscht.“ Diese Erkenntnis wiegt schwer, denn sie deutet auf eine mangelnde Konstanz hin, die in der kommenden Saison vermieden werden muss.
Veränderungen im Sommer unausweichlich
Pfitzner kündigte an, dass im Sommer Veränderungen anstehen. „Es wird Veränderungen geben – wohl nicht im Stile eines Umbruchs, aber auch nicht nur in Nuancen“, so der Präsident. Trainer Florian Kohfeldt soll dabei weiterhin eine zentrale Rolle spielen, wobei die Lilien den Spielstil des Trainers weiterverfolgen wollen. Die Frage ist, ob die vorhandenen Spieler dafür geeignet sind oder ob neue Kräfte hinzugelangen müssen.
Die finanzielle Situation des Vereins scheint stabil zu sein. Pfitzner äußerte den Wunsch, auch in diesem Jahr eine schwarze Null zu erwirtschaften und die Einnahmen aus Transfers gezielt einzusetzen, um die nächste Mannschaft zu stärken. „Die Transfererlöse sollen nicht dazu dienen, irgendwelche Löcher zu stopfen, sondern dafür sorgen, dass die nächste Mannschaft auch Potenzial hat, wenn es Abgänge gibt“, betonte er. Ein gewisses Polster muss jedoch angespart werden, um die Kredite aus dem Stadionumbau zurückzahlen zu können.
Die Darmstädter stehen vor einer entscheidenden Phase. Die vergangene Saison hat gezeigt, dass das Potenzial vorhanden ist, um in der 2. Bundesliga eine führende Rolle zu spielen. Ob es gelingt, die Konstanz zu finden und die notwendigen Veränderungen vorzunehmen, wird zeigen, ob die Lilien im kommenden Jahr einen weiteren Schritt in Richtung Bundesliga machen können. Die Fans dürfen gespannt sein, wie sich die Situation entwickelt.
