Ligue verspielt sich in italien – disziplinlosigkeit statt spielzeit
Junior Calixte Ligue, einst U21-Internationaler mit FCZ-Pedigree, rastelt in Mantova am Spielfeldrand weiter. Statt Serie-B-Minuten sammelt der 21-Jährige neue Negativschlagzeilen.
Ein kurzeinsatz, zwei warnungen, null tore
Seit seinem Wechsel im Winter kam Ligue nur einmal für acht Minuten zum Zug. Dann schlich sich das alte Muster ein: zu spät zum Abschlusstraining, Fitness laut Klubquelle „unter Erwartung“. Mantova verbannte ihn vorläufig ins Individualprogramm – ein Procedere, das sich in Zürich bereits wiederholte.
Dort hatte der Aussenverteidiger zweimal die Kadersperre kassiert, einmal wegen unentschuldigten Fehlens, einmal nach einer nächtlichen Polizeikontrolle. Sportchef Anfang 2023: „Talent ohne Frage, aber wir brauchen Profis, keine Projekte.“ Die Trennung folgte auf dem Fuß.
Venezia kaufte trotzdem, lehnte Ligue sofort an Mantova aus. Der Plan: Spielpraxis, Wiederverkauf, Gewinn. Doch die Rechnung geht nicht auf. Transfermarktwert halbiert sich seit Januar von 1,2 auf 0,6 Millionen Euro. Interesse aus der Super League? Verdampft.

Warum das brisant ist
Die Schweiz drängt auf neue Rechtsverteidiger. Nationaltrainer Yakin testet momentan drei Joker, weil Widmer und Mbabu verletztenbedingt schwächeln. Ligue galt als heimlicher Geheimtipp – ein Kandidat für den nächsten Kader, sollte er Rhythmus finden. Dieser Rhythmus bleibt aus.
Intern ergreift Mantova harte Maßnahmen. Spielerberater Elio Romano versucht zu vermitteln, doch die Geduld schwindet. Serie B ist Randschungel: Wer nicht läuft, wird aussortiert. Der nächste Stopp droht, bevor der erste richtig begann.
200 Tage bis Ablauf der Leihe. Die Uhr tickt lauter als je zuvor.
