Letzte chance für italien: wm-ticket nur noch über den umweg
Am 26. März startet die Endrunde der Endrunden. Vier Plätze, vier Play-off-Pfade, kein Netz. Für Italien, Polen und die Türkei wird das WM-Ticket nur noch über K.o.-Spiele vergeben – 90 Minuten Wahrheit, keine Rückfallebene.
Warum spallettis azzurri schon wieder zittern müssen
Die Nummer eins des Kontinents hat sich selbst in die Ecke gedribbelt. Nach dem 0:0 in Leverkusen und dem 1:1 gegen Norwegen reichte Platz zwei in Gruppe I nicht – zum zweiten Mal in Folge muss Italien über die Hintertür. Gegner Nordirland ist auf Papier machbar, doch wer das Finale von Cardiff 2022 verpasst hat, weiß: Theoretiker verlieren hier ihr Gesicht. Die FIFA hat Pfad A der Gruppe A zugelost – mit Gastgeber Kanada, Katar und der Schweiz. Kein Todpool, aber auch kein Geschenk.
Robert Lewandowski fliegt mit Polen nach Tirana, um gegen Albanien den ersten Schritt zu machen. Im Parallelspiel duellieren sich Ukraine und Schweden – ein politisches Minidrama in Ekstraklasa-Manier. Sollte Lewandowski scheitern, wäre seine WM-Bilanz nach 2018 und 2022 bei null von drei – eine Statistik, die selbst der Bayern-Rekordtorschütze nicht beschönigen kann.

Die türkei und ihr 64-jahre-fluch
Arda Güler trägt die Hoffnung von 85 Millionen auf den 21-jährigen Schultern. Rumänien ist kein Koloss, aber auch kein Kanonenfutter. Gewinnt Güler, folgt ein Finale gegen Slowakei oder Kosovo – beide Gegner, gegen die die Türkei in den letzten sieben Duellen nur einmal sieglos blieb. Die Ausbeute: zwei WM-Teilnahmen in der Geschichte. Für eine Nation, die sich selbst als Fußballmacht sieht, ist das ein Armutszeugnis.
Irland schließlich will den Sprung vom Außenseiter zum Märchen. Die Boys in Green schossen sich mit dem späten Sieg gegen Ungarn wieder Selbstvertrauen. Doch Tschechien und danach möglicherweise Dänemark – das sind keine Schneidersöhne. Wer diesen Pfad überlebt, landet in einer Gruppe mit Mexiko, Südafrika und Südkorea – ein Ticket mit Ansage auf Achtelfinale.
DAZN sicherte sich die exklusiven Rechte, Free-TV bleibt außen vor. Die Konferenz startet am 26. März um 18:00 Uhr mit Türkei – Rumänien, gefolgt von drei 20:45-Uhr-Kickern. Fünf Tage später entscheidet sich alles erneut um 20:45 Uhr – drei Finals, drei Plane oder drei Tränenparks. Wer verliert, fliegt, ohne Netz, ohne zweite Chance. Die WM 2026 rückt näher – aber nur für vier europäische Teams.
