Lesnar beendete undertakers "streak" – ein trauma für die wrestling-legende!
Vor zwölf Jahren erschütterte ein Moment die Wrestling-Welt: Brock Lesnar beendete bei WrestleMania 30 die legendäre Siegesserie von Undertaker, die über zwei Jahrzehnte bestand. Nicht nur für die Fans im Superdome von New Orleans, sondern vor allem für den "Deadman" selbst war es ein Schock, der bis heute nachwirkt.
Ein match, das schief lief – und ein leben veränderte
Die Geschichte hinter dem Sieg Lesnars ist düsterer als viele vermuten. Was als spektakulärer Moment inszeniert war, entwickelte sich zu einer Tragödie für Undertaker. Bereits früh im Kampf erlitt er eine schwere Kopfverletzung, eine Gehirnerschütterung infolge eines unscheinbaren Beinfegers außerhalb des Rings. Die Schwere der Verletzung war zunächst nicht erkennbar, doch sie beeinträchtigte seine Leistung massiv und führte zu einem Match, das weit unter seinem üblichen Niveau lag. Die gedrückte Atmosphäre im Superdome war bereits vor Lesnars dreifachem F-5 spürbar – ein Zeichen dafür, dass etwas fundamental falsch lief.

Die erinnerung verschwunden: ein blick ins nichts
Noch verstörender war das, was sich hinter den Kulissen abspielte. Undertaker wurde in einen Krankenwagen gebracht und ins Krankenhaus eingeliefert. Fünfeinhalb Jahre später, in einem Interview mit Stone Cold Steve Austin, schilderte er das Ausmaß des Schocks: Er habe sich an nichts erinnern können – weder an den Kampf selbst noch an die Zeit davor. Seine letzte Erinnerung reichte nur bis zu einem Gespräch mit seiner Frau Michelle McCool am Nachmittag. Die folgenden Stunden verbrachte er im Krankenhaus, ohne seinen Namen oder Geburtstag zu kennen – ein beängstigender Kontrollverlust, den er als traumatisch beschrieb.

Mcmahons entscheidung: ein opfer für den business
Wer traf die Entscheidung, die Legende fallen zu lassen? Zunächst hieß es, Undertaker selbst habe den Wunsch geäußert, seine Siegesserie zu beenden und Lesnar als Sieger zu wählen. Doch später enthüllte Vince McMahon, der damalige WWE-Boss, dass die Entscheidung von ihm kam. Er argumentierte, dass es wichtig sei, dem Business etwas zurückzugeben, und dass Lesnar zu diesem Zeitpunkt am meisten davon profitieren konnte. Eine Entscheidung, die offenbar auch den Undertaker schockierte, obwohl er selbstlos handelte.

Ein verpasster moment: roman reigns statt lesnar
Im Nachhinein äußerte Undertaker seinen Wunsch, dass stattdessen Roman Reigns, ein jüngerer Topstar, die "Streak" gebrochen hätte. Doch der Schicksalsmoment war besiegelt. Die Rückkehr bei WrestleMania 31 gegen Bray Wyatt sollte das Trauma gegen Lesnar abmildern, doch die Zweifel nagten an ihm. Sogar Triple H musste ihn aufrichten und motivieren, bevor er den Ring betreten konnte.

Die nachwirkungen: ein duell für die ewigkeit
Die Fehde gegen Lesnar setzte sich fort, mit zwei weiteren Matches beim SummerSlam und Hell in a Cell 2015. Obwohl diese Kämpfe qualitativ besser waren als das WrestleMania-Match, konnte Undertaker seine Alterserscheinungen nicht verbergen. Nach dem SummerSlam erlitt er erneut einen Kollaps. Trotzdem setzte er seine Karriere fort, bis sein letztes WrestleMania-Match gegen AJ Styles 2020.
Heute, mit 61 Jahren, ist der Undertaker hinter den Kulissen aktiv. Während Lesnar, der selbst mit einem Sexhandels-Skandal zu kämpfen hatte, möglicherweise bei WrestleMania in zwei Wochen seinen Abschied nimmt, bleibt das Trauma des WrestleMania 30-Matches ein dunkles Kapitel in der Wrestling-Geschichte, ein Mahnmal dafür, dass auch Legenden fallen können – und dass der Preis des Entertainment manchmal hoch ist.
