Lemieux: kein ausschluss trotz härte – davos atemlos!
Die Spannung im Playoff-Finale zwischen Fribourg-Gotteron und Davos erreicht ihren Höhepunkt. Brendan Lemieux, Leistungsträger der Fribourger, steht im Zentrum der Kontroverse nach einem fragwürdigen Check gegen Christoph Bertschy. Die Disziplinarkommission hat entschieden: Lemieux bleibt spielberechtigt. Doch der Ärger bei den Davoser ist noch lange nicht abgeklungen.
Ein check, der für aufruhr sorgte
Die Szene ereignete sich im ersten Spiel des Finales: Lemieux raste auf Bertschy zu, kurz bevor dieser den Puck abspielte. Der Check kam mit großer Wucht und verfehlte das eigentliche Ziel, Bertschy, nur knapp. Die Folge: Ein Fünf-Minuten-Ausschluss plus Spielstrafe für den Nordamerikaner. Doch damit nicht genug: Der HC Fribourg-Gotteron reichte umgehend einen sogenannten „Club Request“ ein, um die Aktion von der Disziplinarkommission überprüfen zu lassen. Ein Routineverfahren, das in solchen Fällen üblich ist.
Die Einzelrichter der Disziplinarkommission analysierten die Videoaufnahmen und kamen zu dem Schluss, dass Lemieux keine zusätzlichen Strafen erhält. Die Begründung ist juristisch fein säuberlich: Es wurde festgestellt, dass Bertschy im eigenen Drittel den Puck übernahm und von einem Gegenspieler bedrängt wurde. Lemieux’ Check erfolgte unmittelbar vor Spielende und mit großer Wucht, wird aber technisch korrekt ausgeführt: Er erhob sich nicht übermäßig, hielt den Ellbogen am Körper und traf Bertschy hauptsächlich im Oberkörperbereich. Ein „late hit“ liege nicht vor, so die Feststellung des PSO (Player Safety Officer).
Aber: Die Interpretation der Fakten ist, gelinde gesagt, umstritten.Coach Rönnberg des HCFG ist alles andere als zufrieden. Er fordert eine Entschuldigung des HCD, was die Situation weiter anheizt. Das zeigt, wie tief die Gräben zwischen den beiden Teams sind und wie emotional dieses Finale ist.

Davos schluckt die entscheidung, aber die wut ist spürbar
Während die Fribourger erleichtert sind, dass ihr Leistungsträger für Spiel 2 am Montagabend vor heimischer Kulisse auflaufen darf, brodelt es in Davos. Die Entscheidung der Disziplinarkommission wird dort scharf kritisiert. Es bleibt abzuwarten, ob sich diese Kontroverse negativ auf die Leistung des HCD auswirken wird. Aeschlimann im Tor hat in den bisherigen Duellen gegen Berra die Nase vorn, aber die mentale Stärke wird nun gefragt sein.
Die Liga hat ein brisantes Finale vor sich. Lemieux’ Freiheit, auf das Eis zu gehen, wird die Davoser zusätzlich motivieren, sich im zweiten Spiel mit aller Macht zur Wehr zu setzen. Ein spannender Montagabend ist garantiert, bei dem die Emotionen hochkochen werden.
