Leipzig bindet linksaußen-talent gaubatz bis 2027: aufstiegsplanung nimmt form an

Der HC Leipzig hat seinen ersten Bauklötzer für die Zukunft gesetzt: Alina Gaubatz bleibt. Die 21-jährige Linksaußen unterschreibt vorzeitig bis Juni 2027 – ein Signal, das im Tabellenkeller der 2. Bundesliga der Frauen laut wird.

Ein jahr reichte, um leipzig zu verzaubern

Gaubatz kam 2023 als frisch gebackene A-Jugend-Meisterin von der HSG Blomberg-Lippe – und war sofort klar: Sachsen kann Handball. 34 Spiele, 67 Tore, unzählige Tempogegenstöße später ist sie kein Geheimtipp mehr, sondern der Liebling der Fanblock-Blöcke hinterm Tor. „Sie trägt das Trikot wie ein zweites Hautstück“, schwärmt Co-Kapitänin Lilly Glimm, mit der sie die linke Seite zur Schreckenskammer gegnerischer Abwehrreihen umfunktioniert hat.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: In dieser Spielzeit steht Gaubatz bereits bei 48 erfolgreichen Siebenmeterwürfen bei nur drei Fehlversuchen – Quote: 94 %. „Das ist keine Anfänger-Glückssache mehr, das ist handfeste Klasse“, sagt Cheftrainer Erik Töpfer, der sie schon nach dem ersten Training mit einem Konfetti-Kanonen-Effekt verglich. Jetzt bekommt er sie mindestens drei weitere Jahre lang.

Töpfer lobt „geilen charakter“ – gaubatz will nach oben

Töpfer lobt „geilen charakter“ – gaubatz will nach oben

Die Vertragsverlängerung folgt keinem Standard-Skript. Leipzig liegt auf dem ersten Aufstiegsrang, doch die Konkurrenz schläft nicht. Deshalb setzt Managerin Katja Kramarczyk auf Kontinuität: „Wir wollen keine Umbrüche, wir wollen den Durchbruch.“ Gaubatz passt ins Profil: jung, laufstark, laut – und dazu noch so beliebt, dass sie nach Heimspielen regelmäßig Autogrammkarten an die jüngsten Fans im Block 4 verteilt.

Für Gaubatz selbst ist der neue Kontrakt kein Ziel, sondern ein Startschuss. „Ich will mit Leipzig in die Bundesliga, Punkt“, sagt sie, während sie die Schlägerbande neu wickelt. Die nächsten 30 Monate hat sie sich vorgenommen, um aus dem Rohdiamanten eine Kronjuwelin zu schleifen. Die Arbeitsmoral dafür liefert sie bereits mit: Nach jedem Training bleibt sie 20 Minuten länger, um Kreisläufe gegen die Wand zu feuern – 300 Würfe, kein Tag ausgenommen.

Der HC Leipzig hat also nicht nur eine Spielerin gehalten, sondern auch eine Geschichte. Und Geschichten sind es, die den Sport am Leben erhalten – besonders wenn sie am Ende mit Aufstiegsjubel enden. Die Saison ist noch lang, aber Leipzig schon jetzt eine Spur näher am großen Ziel.