Leipzig bangt: kann rot-weiß erfurt die trendwende einleiten?
Die Stimmung im Lager des 1. FC Lok Leipzig ist gedrückt. Nach der überraschenden und demütigenden 0:2-Niederlage gegen das Schlusslicht Hertha Zehlendorf steht das Team von Coach Jochen Seitz nun vor einer echten Bewährungsprobe: Das Spitzenspiel gegen den ambitionierten FC Rot-Weiß Erfurt. Kann die Mannschaft die Negativspirale durchbrechen und wieder in die Erfolgsspur zurückkehren?
Die nachwirkungen der pleite gegen zehlendorf
Die Enttäuschung nach dem Spiel gegen Hertha ist noch immer greifbar. Seitz selbst betonte in der Pressekonferenz, dass die Leistung "absolut inakzeptabel" war und er als Trainer die Verantwortung dafür übernehmen müsse. Die Suche nach den Ursachen für diesen unerklärlichen Leistungseinbruch ist in vollem Gange. „Das beschäftigt mich noch immer, weil wir das wahrscheinlich auch nicht gewohnt sind, einfach mal eine schlechte Leistung zu bringen.“, so Seitz.

Erfurt als nächste hürde: eine starke mannschaft mit ambitionen
Die Aufgabe gegen Rot-Weiß Erfurt wird alles andere als leicht. Die Thüringer sind eine spielstarke Mannschaft mit einer starken Offensive und haben in der Liga bereits bewiesen, was sie können. Auch im Landespokal mussten sie sich erst in einem dramatischen Elfmeterschießen dem Erzrivalen Jena geschlagen geben. Mit 50 Punkten stehen sie zwar hinter Lok, allerdings haben sie ein Spiel weniger absolviert und sind somit im Rennen um den Aufstieg voll dabei.

Personelle engpässe bei lok und erfurt
Bei Lok Leipzig gibt es einige Fragezeichen bezüglich der Aufstellung. Verkamp könnte nach einer Zerrung wieder ins Team zurückkehren, während bei Maderer die Einsatzfähigkeit fraglich bleibt. McLemore wird noch etwas Zeit benötigen, um wieder zu alter Stärke zu finden. Auch bei Rot-Weiß Erfurt fallen mit Hajrulla wichtige Spieler aus. Ugondu sollte jedoch trotz einer Kniereizung einsatzbereit sein.

Die marschroute für das spiel: defensive stabilität und leidenschaft
Seitz hat bereits eine klare Marschroute für das Spiel vorgegeben: „Es wird definitiv mit einer anderen Leistung, Zweikampfhärte und Laufbereitschaft vonstatten gehen.“, so der Coach. Die Leipziger müssen vor allem defensiv stabil stehen und die starke Offensive der Erfurter neutralisieren. Es wird ein enges Spiel, bei dem Leidenschaft und Kampfgeist entscheidend sein werden.

Keine vorentscheidung im titelrennen – der blick nach vorne
Trotz der Bedeutung des Spiels gegen Erfurt betont Seitz, dass es noch zu früh ist, über eine Vorentscheidung im Titelrennen zu sprechen. Die kommenden Spiele gegen Chemie Leipzig und den Halleschen FC werden ebenfalls entscheidend sein. “Egal, ob wir gewinnen oder nicht. Insofern spielt es überhaupt keine Rolle. Wir stellen uns darauf ein, dass es wieder bis zum letzten Spieltag gehen könnte.” Die Leipziger müssen sich darauf konzentrieren, ihr Bestes zu geben und jeden Sieg einfahren, um am Ende die Meisterschaft zu holen.
