Legenden verlassen das eis: tirinzoni und howald beenden ihre karriere
Ein Stück Curling-Geschichte geht zu Ende: Silvana Tirinzoni, die Schweizer Curling-Ikone, hat ihren Rücktritt erklärt. Nach einer Karriere voller Triumphe, Rekorde und unvergesslicher Momente verabschiedet sich die 46-Jährige vom Spitzensport. Und sie ist nicht allein – auch Carole Howald, eine weitere Säule des Teams, wird sich neuen Herausforderungen stellen.
Die ära tirinzoni: von der jugend-wm zum olympia-silber
Die Erfolgsgeschichte von Silvana Tirinzoni begann bereits 1999 mit dem Gewinn der Junioren-Weltmeisterschaft in Östersund. Doch der wirklich grosse Durchbruch gelang ihr in der Saison 2018/19, als sie sich mit Alina Pätz zusammentat. Gemeinsam mit Esther Neuenschwander und Melanie Barbezat dominierte das Team des CC Aarau die Curling-Szene. Sechs Weltmeisterschaftsteilnahmen, davon viermal Gold, sprechen für sich. Die Europameisterschaften 2023 und 2024 wurden ebenfalls in Schweizer Farben gewonnen. Die Krönung erfolgte in Mailand bei den Olympischen Spielen, wo das Team um Tirinzoni mit Carole Howald, Alina Pätz und Selina Witschonke eine Silbermedaille errang – ein Erfolg, der Tirinzoni auch noch als älteste Medaillengewinnerin der Geschichte der Winterspiele in die Annalen eintrug.

Ein abschied in zwei richtungen: howald folgt anderen pfaden
Neben Tirinzonis Rücktritt gibt es auch Veränderungen im weiteren Team. Carole Howald wird sich ebenfalls von der Nationalmannschaft verabschieden, um sich fortan auf Mixed Doubles und die Rock League zu konzentrieren. Wie Alina Pätz und Selina Witschonke die Zukunft gestalten werden, bleibt vorerst offen. Die Entscheidung von Tirinzoni und Howald markiert das Ende einer Ära im Schweizer Curling. Ihre Leistungen und ihre Leidenschaft für den Sport werden unvergessen bleiben. Die Frage, wer nun die Lücke füllen kann, die diese beiden Spielerinnen hinterlassen, beschäftigt die Curling-Welt bereits.
