Martin nörl vor livigno: gelassenheit statt golddruck bei olympia
- Nörl reist mit neuer einstellung zu den olympischen spielen
- Erinnerungen an peking und die bittere enttäuschung
- Die schwere verletzung und der kampf zurück an die spitze
- Optimismus vor den wettkämpfen in livigno
- Karriereplanung: alles offen
- Der spaß als wichtigster faktor
- Nörls bisherige erfolge im überblick
Nörl reist mit neuer einstellung zu den olympischen spielen
Livigno/Deutschland – Martin Nörl, der zweimalige Gesamtweltcupsieger im Snowboardcross, bestreitet seine dritten Olympischen Winterspiele in Livigno. Im Gegensatz zu den Spielen 2022 in Peking geht der 32-Jährige vergleichsweise entspannt an die Aufgabe heran. Der Druck sei deutlich geringer, so Nörl gegenüber SID: „Ich habe jetzt eine schönere Zeit.“

Erinnerungen an peking und die bittere enttäuschung
Bei den Olympischen Spielen 2022 galt Nörl als einer der großen Goldfavoriten. Er hatte die drei Wettbewerbe vor den Spielen allesamt gewonnen, schied aber nach einer Kollision bereits im Viertelfinale aus. Diese bittere Erfahrung hat ihn geprägt, scheint ihn aber auch von unnötigem Druck befreit zu haben. Er konzentriert sich nun auf das Hier und Jetzt.

Die schwere verletzung und der kampf zurück an die spitze
Ende 2023 erlitt Nörl einen Sprunggelenkbruch, der ihn zu einer langen Zwangspause zwang. Die Rückkehr auf das frühere Leistungsniveau gestaltete sich schwierig. „Es war ein harter Weg zurück“, so Nörl. Dennoch blickt er optimistisch auf die Wettkämpfe in Livigno. Er hat hart gearbeitet, um wieder in Form zu kommen.
Optimismus vor den wettkämpfen in livigno
Die Qualifikation in Livigno beginnt am Donnerstag um 10:00 Uhr, die Entscheidung fällt um 13:45 Uhr und wird live auf ZDF und Eurosport übertragen. Nörl ist zuversichtlich: „Beim Snowboardcross passiert echt immer viel. Ich denke, dass ich gut drauf bin, ich fühle mich gut. Was rauskommt, wird man sehen.“ Die Unberechenbarkeit der Disziplin macht den Reiz aus.
Karriereplanung: alles offen
Über seine Zukunftspläne möchte sich Nörl erst nach dem Ende der Saison im März Gedanken machen. „Ich lasse es mir komplett offen“, sagte er. Er schließt weder einen Rücktritt nach Livigno aus, noch eine Fortsetzung seiner Karriere. „Ich denke weder, dass ich hier meine Abschiedstournee mache, noch, dass es auf jeden Fall weitergeht.“
Der spaß als wichtigster faktor
Für Nörl steht fest, dass er erst aufhören wird, wenn der Spaß am Snowboardcross verloren geht. „Wenn es körperlich nicht mehr geht, ist es eh klar“, so der 32-Jährige. Der Teamgeist und die Begeisterung für den Sport sind ihm weiterhin sehr wichtig. Er möchte die Olympischen Spiele genießen und sein Bestes geben.
Nörls bisherige erfolge im überblick
| Erfolg | Jahr |
|---|---|
| Gesamtweltcupsieger Snowboardcross | 2022 |
| Gesamtweltcupsieger Snowboardcross | 2023 |
| Vizeweltmeister Snowboardcross | 2023 |
