Le mans: drei teams im kampf um den sieg – ferrari scheitert!
Die 94. Auflage der 24 Stunden von Le Mans präsentiert ein klares Bild: Der Kampf um den Gesamtsieg wird sich zwischen Toyota, BMW und Cadillac entscheiden. Was als ein erfreuliches Feld mit sechs Prototypen von fünf verschiedenen Herstellern begann, wurde in der Dunkelheit von Le Mans drastisch dezimiert. Ein bitteres Aus für Ferrari und unerwartete Wendungen sorgen für Dramatik.
Ferrari verliert die hoffnung frühzeitig
Der Traum vom Sieg für Ferrari platzte bereits am Sonntagmorgen. Der Ferrari #50 von Miguel Molina gab auf, nachdem sein Teamemann Nicklas Nielsen aufgrund von Problemen mit dem Feuerlöscher eine unerwartet lange Reparaturpause im Boxenbereich einlegen musste. Acht Runden Rückstand waren die Folge, ein Ausschluss aus dem Kampf um die Spitze. Selbst ohne diese Probleme hätte es für die italienischen Sportwagen schwer werden, mitzuhalten, da ihnen das dominante Tempo der vergangenen Jahre fehlte.
Der Ferrari #51, obwohl Pier Guidi eine Durchfahrt wegen einer Kollision mit einem LMP2-Fahrzeug erhielt, hat theoretisch noch Chancen auf die Top 5 – allerdings ist der Abstand zum führenden Toyota #7 enorm.

Cadillac verpasst eine chance
Cadillac scheint in dieser Edition von Le Mans eine seltene Gelegenheit zu vergeben. Die Konkurrenz schläft zwar nicht, aber die Amerikaner taten sich bisher schwer, die Kontrolle zu behalten. Das Team scheint unter Druck zu stehen.

Toyota führt dank strafen
Zum jetzigen Zeitpunkt, kurz vor Mittag, führt das Toyota #8 mit Hartley, Buemi und Hirakawa. Dieser Erfolg ist jedoch zum Teil dem Cadillac #12 geschuldet, der aufgrund von Verstößen gegen die Slow-Zone-Regeln eine Strafe erhielt. Die japanische Mannschaft hat es geschafft, ihre Position strategisch zu festigen, insbesondere durch eine frühe Boxenpause und den Vorteil eines Safety-Cars.

Bmw kämpft sich ins rennen
Der BMW #20 von Frinjts, Rast und Van der Linde hat sich ebenfalls unter die Top-Teams gerührt und kämpft hart um den Sieg. Der Abstand zum führenden Toyota ist gering, was auf ein spannendes Finale hindeutet. Die Spannung im Rennen ist enorm.
Weitere herausforderungen und rückschläge
Neben den großen Namen gab es auch für andere Teams schwierige Momente. Der Cadillac #101 musste aufgrund einer FCY eine Notfall-Boxenpause einlegen, während der Cadillac #38 aufgrund eines Problems mit der Servolenkung aufgeben musste – ein herber Schlag für den Hersteller.
Auch Genesis, die Debütanten, hatten mit elektronischen Problemen zu kämpfen, die zu zwei Stillständen des #19 führten und eine gelbe Flagge verursachten. Das Team #17 erlitt zudem einen Defekt an der Vorderradaufhängung, der den Ausfall des Prototyps zur Folge hatte.
Aktuelle zwischenstände (nach 17 stunden)
Toyota: Buemi - Hartley - Hirakawa
BMW: Frijns - Rast - Van der Linde
Cadillac: Delétraz - Stevens - Nato
Toyota: Conway - Kobayashi - De Vries
Ferrari: Pier Guidi - Calado - Giovinazzi
Alpine: Gounon - Martins - Makowiecki
Cadillac: Taylor - Taylor - Albuquerque
Ein rennen voller überraschungen
Die 24 Stunden von Le Mans verlaufen alles andere als vorhersehbar. Während die Top-Teams um den Sieg kämpfen, haben kleinere Teams und unerwartete Ereignisse das Rennen aufgemischt. Die letzten Stunden versprechen Spannung pur, denn nur ein Fehler kann das Blatt wenden. Es ist ein Rennen, das die Geschichte schreiben wird.
