Lavezzi: vom dunkelsten abgrund zum neuanfang – und die napoli-liebe bleibt!
Ezequiel Lavezzi, der ehemalige Star von SSC Neapel, hat in einem offenen Gespräch mit dem Corriere della Sera Einblicke in seine schwerwiegende Depression und seinen Weg zurück ins Leben gegeben. Ein Bericht, der zeigt, dass selbst die größten Sportler mit tiefen Krisen kämpfen können – und dass es Hoffnung gibt.
Die hölle und zurück: lavezzi offenbart seine dunkelste zeit
Für den 34-Jährigen, der seine Karriere im vergangenen Jahr beendete, waren die Monate Ende 2023 und Anfang 2024 von tiefem psychischem Leiden geprägt. „Ich habe die Dunkelheit kennengelernt. Ich habe mir selbst wehgetan, und auch denen, die mir nahestanden“, schildert Lavezzi seine Situation. Depressionen und Angstzustände wechselten sich ab, seine Gedanken waren von negativen Mustern gefangen. Die Geburt seines zweiten Sohnes kam zu einem schwierigen Zeitpunkt, doch sie wurde zum rettenden Anker.
„Es ist der größte Segen meines Lebens“, sagt Lavezzi. „Er hat mir geholfen, mich selbst zu retten.“ Der frühere Nationalspieler betont die Bedeutung von professioneller Hilfe und ermutigt andere Betroffene, sich ebenfalls Unterstützung zu suchen. „Es ist keine Schande, sich Hilfe zu holen. Im Gegenteil, es ist ein Zeichen von Stärke.“

„Napoli war und ist meine große liebe“
Auch wenn Lavezzi heute einen Neuanfang genießt, blickt er voller Dankbarkeit und Stolz auf seine Karriere zurück. Besonders die Zeit in Neapel, wo er den Spitznamen „El Pocho“ erhielt (benannt nach seinem verstorbenen Hund Pocholo), wird ihm immer in Erinnerung bleiben. „Ich bin in Neapel angekommen, als die Stadt noch unter dem Schatten von Maradona litt. Ich habe bewusst entschieden, das Geld anderer Vereine abzulehnen, weil ich das Gefühl hatte, dass ich hier etwas Besonderes bewegen kann. Und das habe ich auch getan.“
Die Leidenschaft der Neapolitaner, die ihn jeden Morgen mit 50 Fans vor seinem Haus empfingen, überwältigte ihn. Er kehrte nicht etwa wegen des Geldes nach Italien zurück, sondern weil er die Stadt und ihre Fans lieben lernte. Der Wechsel zu Paris Saint-Germain mag finanziell lukrativer gewesen sein, doch Neapel behält für ihn einen besonderen Platz im Herzen. „Nichts wird jemals Napoli übertreffen – der Ort, den ich am meisten geliebt habe.“
Lavezzi, der sich heute ganz seiner Familie widmet, betont, dass er gelernt hat, die einfachen Dinge im Leben zu schätzen. „Ich möchte eine Person sein, die ihre Vergangenheit nicht vergisst und die lernt, die kleinen Momente zu genießen.“
Die Geschichte von Ezequiel Lavezzi ist ein eindringlicher Beweis dafür, dass auch im dunkelsten Moment Hoffnung besteht – und dass die Liebe zur Familie und die Erinnerung an besondere Momente, wie beispielsweise die Zeit in Neapel, den Weg zurück ins Licht weisen kann. Sein Vermächtnis geht über sportliche Erfolge hinaus: Es ist ein Appell an die Menschlichkeit und ein Zeichen der Stärke, sich seinen Dämonen zu stellen.
