Davos gegen fribourg: sprungers abschied in dramatischer finalserie

Das Playoff-Finale zwischen dem HC Davos und dem HC Fribourg-Gotteron steht unmittelbar bevor – und für Julien Sprunger markiert diese Partie das Ende einer glanzvollen, aber auch bewegten Karriere. Ein Abschied, der emotionaler kaum sein könnte, vor allem angesichts der jüngsten Serie gegen die Lakers, die ihn fast an den Rand des Scheidens brachte.

Die mentale herausforderung im finalspiel

Die mentale herausforderung im finalspiel

Ein Final, so Julien Sprunger, sei immer etwas Besonderes. Selbst wenn man versucht, sich mental abzuschalten, sei es unmöglich, die Erwartungen und den Druck zu ignorieren. "Selbst wenn du versuchst, es zu verdrängen, reden alle davon. Du kannst nicht leugnen, dass du darüber nachdenkst", erklärt der erfahrene Stürmer dem Blick. Die zwei Tage Pause, die Rönnberg seinem Team nach dem Erreichen des Finales gewährt hat, sollen nun helfen, die Batterien wieder aufzuladen und sich voll auf die bevorstehenden Aufgaben zu konzentrieren.

Ein Hollywood-Drehbuch, wie Lars Leuenberger die Situation treffend beschrieb, steht bevor. Denn sollte es Fribourg-Gotteron gelingen, die Meisterschaft zu erringen, wäre Sprungers Karriere in einem Märchen zu Ende gehen. Die Erinnerung an die Viertelfinalserie gegen die SCRJ Lakers ist dabei noch immer präsent. "Es war sehr emotional. Die Choreo, meine Familie, der Gedanke, dass es mein letztes Spiel sein könnte. Das hat mich sehr berührt", so Sprunger. Gleichzeitig sei die Serie auch äußerst belastend gewesen. Er hatte eine wundervolle Karriere hinter sich, aber er wollte nicht an einem verregneten Montagabend in Rapperswil seine Karriere beenden.

Bertschy und die Schweizer Spieler haben im Halbfinale eine beeindruckende Leistung gezeigt. Die Konzentration liegt nun voll und ganz auf dem nächsten Spiel, so der Kapitän des HCFG. Es geht darum, sich auf die Aufgabe zu fokussieren und nicht von der Endgültigkeit des Abschieds überwältigt zu werden. Sprunger, ein Spieler mit Charakter, der seine Emotionen offen zeigt, verkörpert den Geist eines Kämpfers bis zum Schluss. Es bleibt abzuwarten, ob die Magie des Sports ihm und seinem Team noch einmal einen entscheidenden Vorteil verschaffen kann. Denn eines ist klar: Dieser Final wird mehr als nur ein Eishockeyspiel sein – es wird ein emotionales Kapitel der Schweizer Sportgeschichte.