Lausanne hc: traum vom halbfinale zerplatzt – jägers abschied bitter

Die Eisthockey-Fans in der Waadtländer Hauptstadt müssen eine schmerzhafte Niederlage verdauen: Der Lausanne HC hat im entscheidenden siebten Spiel der Playoff-Viertelfinalserie gegen den amtierenden Meister, den Geneve-Servette HC, die Segel streichen lassen. Ein denkwürdiges Kapitel geht damit zu Ende, denn gleichzeitig verabschiedet sich Nationalstürmer Ken Jäger vom LHC.

Die analyse: heimstärke fehlte entscheidend

Coach Geoff Ward machte nach dem Spiel keinen Hehl aus seiner Enttäuschung. Die mangelnde Durchschlagskraft in der heimischen Arena sei der entscheidende Faktor für das Scheitern gewesen. "Wir haben auswärts überzeugt und zwei wichtige Siege errungen, aber zu Hause konnten wir die Aufgabe schlichtweg nicht erfüllen", erklärte Ward in der Pressekonferenz. Die Details in Spiel 7 entschieden über Sieg und Niederlage: Ein unglücklich abgefälschtes Tor, sowie kleinere Fehler im defensiven Tracking und unbedachte Puckverluste im letzten Drittel besiegelten das Schicksal des LHC.

Ken Jäger, sichtlich frustriert nach dem Spielende, suchte nach Erklärungen für die Niederlage. "Wir haben unsere Chancen nicht genutzt und konnten die Linien von Servette defensiv nicht ausreichend kontrollieren", gab er zu. Obwohl er betonte, dass das Team nach dem frühen Rückstand gut zurückgekommen sei und Möglichkeiten zur Wende besessen habe, reichte es letztendlich nicht, um den amtierenden Meister zu bezwingen. Die Leistung im Penaltykilling über die gesamte Serie hinweg wurde ebenfalls kritisch hinterfragt.

Jägers abschied und blick nach davos

Jägers abschied und blick nach davos

Für Ken Jäger hatte die Niederlage eine zusätzliche persönliche Note. Es war sein letztes Spiel im Dress der Löwen, bevor er in der kommenden Saison zum HC Davos wechselt. Trotz der aktuellen Enttäuschung blickt der Nationalspieler stolz auf seine Zeit am Genfersee zurück, in der der LHC in den letzten Jahren entscheidend aufgerüstet und zwei Jahre in Folge den Einzug in die Playoff-Finals erreicht hat. Die Dankbarkeit gegenüber dem Verein und den Fans ist groß. Doch nun gilt es, nach vorne zu blicken.

Das Ausscheiden aus den Playoffs markiert das Ende einer Ära für Lausanne, während für Jäger ein neuer Lebensabschnitt in Davos beginnt. Die Analyse der Saison wird bei den Waadtländern anstehen, während Jäger seine Erfahrungen und sein Können in die Graubündner Mannschaft einbringen wird. Die Fans werden ihm sicherlich einen würdigen Abschied bereiten.

Die Bilanz spricht für sich: Ken Jäger hat maßgeblich zum sportlichen Aufschwung des Lausanne HC beigetragen.