Lask-wunder: buric enthüllt erfolgsgeheimnis und bundesliga-traum!

Linz – Dino Buric, der stille Architekt hinter dem historischen Double-Erfolg des LASK, spricht im exklusiven SPORT1-Interview Klartext. Der 35-jährige Sportdirektor offenbart, wie er den Traditionsklub in eine Erfolgsmacht verwandelte, welche Rolle Didi Kühbauer dabei spielte und verrät, welcher Verein ihm in der Bundesliga besonders am Herzen liegt – und welche Superstars er sich im Traumtransfer vorstellen könnte.

Der schlüssel zum double: zusammenhalt und mentalität

Nach über 60 Jahren hat der LASK erneut das Double gefeiert. Dino Buric betont, dass der Schlüssel zum Erfolg in der einzigartigen Mannschaftsleistung liegt. „Es ist ein unbeschreibliches Gefühl“, sagt er. „Neben der sportlichen Qualität sind es der Zusammenhalt und der Teamspirit, die diese Gruppe auszeichnen. Daraus ist im Laufe der Saison ein echtes Teamgefüge entstanden – eine Mentalität geprägt von Siegeswillen und dem Glauben an uns selbst.“

Der Umbruch im Sommer, mit 14 Abgängen und einer Senkung des Altersdurchschnitts um drei bis vier Jahre, war ein mutiger Schritt. „Ein wichtiger Punkt war der Kaderumbruch im Sommer“, bestätigt Buric. Doch der entscheidende Wendepunkt kam mit der Verpflichtung von Didi Kühbauer als Trainer. „Er hat es in kurzer Zeit geschafft, den Spielern wieder Selbstvertrauen zu geben. Durch kleine taktische Anpassungen hat er sie auf Positionen gebracht, auf denen sie ihre Stärken optimal ausspielen konnten.“

Scouting und bauchgefühl: mehr als nur daten

Scouting und bauchgefühl: mehr als nur daten

Buric räumt ein, dass Transfers nicht immer funktionieren. „Manchmal denkst du, du hast alle Hausaufgaben gemacht – und trotzdem funktioniert es nicht. Fußball ist nicht komplett berechenbar.“ Er betont die Bedeutung des Bauchgefühls, insbesondere bei der Beurteilung des Charakters eines Spielers. „Wenn zwei Spieler ähnliches Potenzial haben, kann genau dieser Faktor entscheidend sein: Was bringt er für die Kabine mit? Welche Rolle nimmt er auf und neben dem Platz ein?“

Die Datenanalyse spielt eine wichtige Rolle im Scouting, aber sie darf nicht die alleinige Grundlage sein. „Am Ende ist es immer ein Gesamtbild“, so Buric. Er erinnert sich an unerwartete Entwicklungen, bei denen Spieler plötzlich Leistung brachten oder zunächst nicht in die Spur kamen.

Vorbild vater: die prägende figur

Vorbild vater: die prägende figur

Buric’s Vater, selbst ein erfahrener Fußballprofi und Trainer, hat ihn nachhaltig geprägt. „Er ist mein absolutes Vorbild. Ich konnte früh viel von ihm lernen, weil er selbst extrem analytisch arbeitet.“ Der Austausch mit seinem Vater, auch wenn sie nicht immer einer Meinung sind, ist für ihn von unschätzbarem Wert.

Ein blick in die zukunft: bundesliga-traum und freiburg-vorbild

Ein blick in die zukunft: bundesliga-traum und freiburg-vorbild

Obwohl der Fokus aktuell auf dem LASK liegt, träumt Buric langfristig von der Bundesliga. „Langfristig ja. Ich bin mit der Bundesliga groß geworden und habe dort viele Einflüsse mitgenommen.“ Er bewundert die Kontinuität und die Strukturen beim SC Freiburg, wo er selbst viele Jahre verbracht hat. „Dort werden Strukturen über viele Jahre konsequent gelebt. Das schafft Stabilität und nachhaltigen Erfolg.“

Bei der Frage nach Bundesliga-Traumspielern nennt Buric Namen wie Olise oder Diomandé – Spieler, die Begeisterung auslösen und ein Stadion mitreißen würden. „Realistisch ist das kaum möglich, weil die finanziellen Unterschiede sehr groß sind“, gibt er zu, aber der Traum bleibt bestehen. Der LASK wird weiter hart arbeiten, um konkurrenzfähig zu bleiben – und vielleicht eines Tages in der Bundesliga um die Spitze zu spielen.