Lask gegen rapid: kann das double-trauma heilen?
Linz – Die Arena Linz bebt! Nach dem historischen Cup-Sieg gegen Klagenfurt empfängt der frischgebackene Champion LASK am Montagabend den Erzrivalen Rapid Wien. Ein Duell, das mehr ist als nur drei Punkte: Für die Linzer geht es um den nächsten Schritt Richtung Double, für die Wiener um die Verfolgung der Mission 33 – dem 33. Meistertitel der Vereinsgeschichte.
Euphorie und realität: der lask im endspurt
Die Euphorie nach dem Cup-Erfolg ist in Oberösterreich greifbar. Dietmar Kühbauer, der Coach der Linzer, weiß aber um die Herausforderungen, die noch bevorstehen. "Der Cuptitel muss uns Kraft geben. Wir werden alles versuchen, damit wir in dieser Saison noch etwas schaffen", so Kühbauer, der seine Mannschaft auf eine konzentrierte Vorstellung einstellt. Rapid und Austria sind die letzten Hürden auf dem Weg zur Titelverteidigung, doch die Schwarz-Weißen wollen sich nicht von der Aufbruchstimmung blenden lassen. Die Erinnerung an das verpasste Double von 1965 sitzt tief – und die Chance, Geschichte zu schreiben, ist nun so nah wie seit Jahrzehnten nicht.

Rapid unter druck: kann die mission 33 gerettet werden?
Für Rapid ist die Partie am Montag von enormer Bedeutung. Die Wiener liegen zwar nur drei Punkte hinter dem Tabellenführer Salzburg, doch die jüngsten Ergebnisse lassen Zweifel aufkommen. Der Sieg gegen Salzburg mag Hoffnung geweckt haben, doch die Negativserie bei Auswärtsspielen gegen den LASK muss nun unbedingt beendet werden. Seit neun Gastspielen in Linz kehrte Rapid ohne Punkte nach Wien zurück – eine bittere Bilanz, die es gegenzuhalten gilt.

Taktische schachzüge und personalsorgen
Johannes Hoff Thorup, der Trainer von Rapid, weiß, dass seine Mannschaft eine Top-Leistung abrufen muss, um in Linz zu punkten. "Das ist die schwierigste Challenge", so Thorup, der die Stärken des LASK anerkannte. Die Linzer verfügen über eine klare Spielphilosophie, eine starke Physis und eine beeindruckende Kadertiefe. Für Rapid bedeutet das: Konzentration, Disziplin und taktische Finesse. Ein herber Rückschlag für die Wiener ist die Sperre des gesperrten Abwehrchefs Nenad Cvetkovic. Doch Jannes Horn, nach überstandener Krankheit wieder einsatzbereit, soll für Stabilität in der Hintermannschaft sorgen.
Ein interessantes Detail: Kühbauer erinnerte mit einem Augenzwinkern an die frühere Ansetzung eines Cupspiels zwischen dem WAC und Rapid vor einem Jahr. Damals, ebenfalls drei Tage nach einem Cup-Sieg, gewann der WAC in Wien. Ein gutes Omen für den LASK?
Die Spieler des LASK nahmen die Feierlichkeiten nach dem Cup-Sieg bewusst zurückhaltend. "Wir konnten nicht 'open end' machen. Die Saison ist noch nicht vorbei", betonte Kühbauer, der seine Mannschaft auf die kommenden Aufgaben fokussiert. Der Sieg im Cup soll nun zusätzliche Energie freisetzen – und den Weg für ein historisches Double ebnen. Die Fans dürfen sich auf ein packendes Spiel freuen, das über mehr als nur drei Punkte entscheiden könnte.
Kapitän Matthias Seidl blickt selbstbewusst nach vorne: "Wir wollen die super Partie von damals wiederholen und drei Punkte mit nach Hause nehmen." Ein klares Ziel, das die Mannschaft mit aller Kraft verfolgen wird.
