Las vegas vorab: kabrhel zockt in liechtenstein mit 1,1 mio. euro im rücken

Der Countdown läuft. Wer im Sommer die World Series of Poker in Las Vegas attackieren will, probt diese Woche im Alpen-Pokerzirkel. Im Grand Casino Liechtenstein stehen 1,1 Millionen Euro garantiert – und der berüchtigte Martin Kabrhel kassiert schon jetzt Strafzettel fürs Quatschen.

Kabrhel zieht den mund auf – und die chips rücken rüber

Kabrhel zieht den mund auf – und die chips rücken rüber

Der Tscheche gilt als menschliche Tilt-Maschine. Er provoziert, schwafelt, grinst. Dabei kassierte er bisher fast 19 Millionen Dollar Preisgeld plus fünf WSOP-Armbänder. Die Gegner hassen ihn, die Kameras lieben ihn. Liechtenstein wird zur Ein-Mann-Show.

Neben dem Trash-Talk-König schraubt Vivian Saliba ihre Stacks. Die Brasilianerin trägt selbst ein Bracelet, spielt tighter als ein Seilbahnseil und ist längst keine Geheimwaffe mehr. Ivo Donev, 66, Schach-Weltmeister und Pokerveteran, komplettiert das prominente Trio. Drei Generationen, drei Länder, ein Ziel: Chips sammeln, Köpfe drehen.

Turnierdirektor Andy Tillman rechnet mit 800 Spielern. „Die kleineren Events waren bereits jetzt überbucht. Liechtenstein liefert das perfekte Ambiente – kurze Wege, hohe Alpsonne, null Ablenkung.“ CEO Yalcin Dündar will Samstag „ein volles Haus bis zum Anschlag“. Streaming läuft auf YouTube, Kommentarstimmen: Martin Pott und Markus Altkirch. Der deutsche Zuschauer bekommt 50 Stunden Nonstop-Poker serviert, ohne Dresscode, dafür mit Bergen im Hintergrund.

Die Zahren sprechen klar: 1.658 Euro Buy-in, 1,1 Millionen garantiert, 800 hungrige Mitspieler. Die WSOP-Circuit-Station Liechtenstein ist kein Fernsehgarten, sondern ein Brocken auf dem Weg nach Vegas. Wer hier mithalten kann, darf im Rio träumen. Wer hier scheitert, erhält zumindest eine Geschichte – und manchmal reicht das.