Las vegas sagt ab: füchse-traumturnier platzt – europa rettet handball-festival
Keine Bälle in der Wüste. Der Sommer-Traum der Füchse Berlin, Aalborgs Juri Knorr und Pick Szegeds Stars, endlich mal vor Las-Vegas-Lichtern aufzulaufen, ist geplatzt. Veranstalter Mads Winther zieht den Stecker – und schickt die Elite nach Europa zurück.

Politisches poker vernichtet glitzer-event
Winther spricht nur vage von „unvorhersehbarem politischem Umfeld“, doch die Branche raunt: Visa-Chaos, steigende Sicherheitskosten und ein Dollar, der seit Wochen gegen den Euro durch die Decke geht, haben die Kalkulation gesprengt. Eine Million Dollar Budged-Plus – das zahlt selbst der lukrative US-Handball-Markt nicht mit.
Für Bob Hanning ist der Rückzieher ein Dämpfer. Der Füchse-Boss hatte sich mit „Amerika verdient Handball“ ein Herz projektiert – endlich europäische Marke live in den USA, endlich Fernsehgeld statt Auslandsreisezuschlag. Stattdessen steht nun ein Sommer-Retourticket. Ort? Offen. Termin? Fest: 1. bis 9. August. Die Damen von Györ, Odense, Brest und Honey Bee Ishikawa reisen mit, nur eben woanders.
Die Spieler reagieren gelassen. Max Darj quetscht ein Lächeln: „Hauptsache, wir treffen Aalborg. Ob in Nevada oder Nordsee – Knorr wird trotzdem zwölf Meter auf mein Ohr knallen.“ Für Juri Knorr heißt es nun: statt Strip-Selfie Pokal-Selfie. Der Europatour-Plan gilt schon für 2027 und 2028 – wenn das politische Wetter besser wird, verspricht Winther, kehrt das Turnier in die Wüste zurück.
Die Liga jubelt trotzdem. Clubs sparen Transatlantik-Flüge, Physios sparen Jetlag-Listen, und deutsche Fans behalten ihre Stars in Reichweite. Die Botschaft: Handball braucht kein Neonschild, er braucht nur ein Spielfeld – und ein paar Tore, die Kracher sind. Europa liefert. Las Vegas kann warten.
