Las palmas: die suche nach der fehlenden taktik – ein teurer fehlkauf-fluch?

Die Suche nach dem idealen Stoßstürmer scheint bei UD Las Palmas zum Dauerthema zu werden. Nach einer weiteren Woche, in der Miguel Ángel Ramírez die Notwendigkeit von mindestens einem, besser zwei neuen Angreifern betonte, stellt sich die Frage: Wann wird der langjährige Misserfolg endlich gebrochen?

Ein teures lehrgeld in der offensive

Luis Helguera, der Sportdirektor, räumte unlängst ein, dass nicht jeder Transfer den Erwartungen entspricht. Die Bilanz der letzten vier Transferperioden liest sich erschreckend: 18 Stürmer wurden verpflichtet, die meisten davon konnten die erhoffte Leistung nicht abrufen. Die Investitionen waren beträchtlich, allein für Sory Kaba wurden zwei Millionen Euro auf den Tisch gelegt – und der Senegalese erzielte lediglich ein Tor in der Liga. Ein ähnliches Bild zeichnen die Zahlen von Mujica, Herrera und Andone, die ebenfalls mit ihren Leistungen hinterließen.

Namen wie Munir, McBurnie oder Sadiku blieben ebenfalls blass. Einige Spieler, wie Iemello, Jaime Mata oder Iker Bravo, trafen in ihren vorherigen Vereinen regelmäßig ein, blieben bei Las Palmas aber glücklos. McBurnie beispielsweise scheint in Sheffield United aufzublühen, während Iemello in Italien zweimal Torschützenkönig wurde und Loren in Griechenland ebenfalls regelmäßig traf. Die Frage ist nicht nur, ob die Spieler nicht gut genug waren, sondern ob sie überhaupt in das Spielsystem von Las Palmas passten.

Doch es gibt auch Lichtblicke. Fabio Silva, ausgeliehen von den Wolves, erzielte in seiner einzigen Saison 10 Tore in der Primera División und sicherte sich dadurch einen Wechsel zum Borussia Dortmund. Jesé, dessen Engagement von Ramírez initiiert wurde und nicht von Helguera, traf ebenfalls 10 Mal und zeigte eine beachtliche Leistung. Helguera selbst äußerte sich begeistert: „Er hat ein großartiges Jahr gespielt. Wir sind mit seiner Leistung sehr zufrieden.“

Der Fall Rafa Mujica verdeutlicht das Dilemma besonders deutlich: Bei Las Palmas traf er nur einmal, in Portugal erzielte er 21 Tore und wurde sogar Torschützenkönig der Champions League in Asien. Eine Parallele, die die Frage aufwirft, ob die Probleme nicht tiefer liegen als nur die Qualität der Spieler selbst.

Die suche geht weiter: ein neuanfang?

Die suche geht weiter: ein neuanfang?

Die Verantwortlichen von Las Palmas stehen vor der Aufgabe, die richtigen Spieler zu finden, die nicht nur torgefährlich sind, sondern auch zum Team passen. Die Vergangenheit zeigt, dass es keine einfachen Lösungen gibt. Die Suche nach der fehlenden Taktik und der passenden Spielphilosophie muss parallel zur Suche nach neuen Stürmern erfolgen. Sonst wird der teure Fehlkauf-Fluch weiterbestehen.

Die aktuelle Situation zeigt deutlich: Es geht nicht nur darum, Geld auszugeben, sondern das richtige Gefühl zu haben und Spieler zu verpflichten, die sich in die Mannschaft integrieren und zum Erfolg beitragen können. Nur so kann Las Palmas endlich die offensive Konstanz erreichen, die dem Verein seit Jahren fehlt. Die nächste Transferperiode wird zeigen, ob die Verantwortlichen aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt haben.