Laporta wirft de la peña verrat vor: dro-transfer zum psg war ein dolchstoß

Joan Laporta schlägt in der Endphase des Wahlkampfs um die Präsidentschaft des FC Barcelona mit scharfen Worten um sich. Sein Ziel: Ivan De La Peña, einst eigener Spieler, heute Spielerberater des wechselwilligen Dro Fernández. Laporta nennt den Transfer zum PSG eine „Schande“ und einen „Dolchstoß“. Die Attacke zieht Kreise – und offenbart, wie sehr der Klub intern gespalten ist.

Warum dro fernández plötzlich paris will

Die Geschichte ist schnell erzählt, aber bitter für Barça. Dro Fernández, 19-jähriger Flügelflitzer aus der eigenen Jugend, verlässt den Klub Richtung Paris. Trainer Hansi Flick hatte sich mehr Geduld erhofft, Laporta sieht das genauso. Nur: Er macht nicht den Spieler, sondern seinen Berater verantwortlich. „Wenn Mendes Dro betreut hätte, wäre das nicht passiert“, wettert Laporta gegen De La Peña, den er im Interview mit Jijantes nur noch als „Lo Pelat“, also „der Glatzkopf“, tituliert.

Der Vorwurf: De La Peña habe den jungen Spanier absichtlich weggeschickt, um eigene Geschäfte zu machen. Laporta spricht von Verrat, von einer „Schande“, von einer „Pugnalada a l'esquena“ – eben jenem Dolchstoß. Die Worte sind nicht nur Wahlkampfrhetorik. Sie zeigen, wie sehr der Präsident um die Kontrolle über die eigene Talentschmiede fürchtet.

Camp nou zwischen schiedsrichter-skandal und machtkampf

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Dabei steht Barça ohnehin unter Druck. Die UEFA und die spanische Staatsanwaltschaft ermitteln wegen Millionenzahlungen an José Maria Enriquez Negreira, früher Vize der Schiedsrichterkommission. Ein Champions-League-Ausschluss droht. Laporta nutzt die Bühne, um auch hier gegen Windmühlen zu kämpfen – oder zumindest so zu tun. „Wir müssen gegen das System kämpfen“, ruft er und meint damit Schiedsrichter, Medien, vor allem aber den Real Madrid.

Die Wahlen stehen unmittelbar bevor. Laporta wirft seinem Herausforderer Toni Lafont vor, ein Angebot an Erling Haaland verschickt zu haben – nur um Stimmen zu fischen. Lafont dementiert. Die Lügen fliegen hin und her. Am Ende bleibt ein Klub, der nicht nur sportlich, sondern auch strukturell am Limit kratzt.

Laporta verspricht, Lewandowski und Raphinha zu halten, Cancelo nicht zu verteuern. Doch die eigentliche Botschaft ist eine andere: Barça ist verwundet. Und der nächste Talentschwund könnte nur eine Frage der Zeit sein. Dro Fernández ist bereits weg. Die Frage ist: Wer folgt ihm – und wann bricht das Fundament endgültig ein?