Lange gegen blummenfelt in roth: duell der giganten mit weltrekorddrohung
Patrick Lange zündet den Turbo. Der dreifache Hawaii-Sieger will am 5. Juli in Roth den Norweger Kristian Blummenfelt zerlegen – und dabei die schnellste Langstreckenzeit aller Zeiten angreifen.
Lange schickt seine kriegserklärung
„Ich will Roth prägen“, sagt Lange. Kein Wunsch, kein Ziel, eine Ansage. Der 39-Jährige träumt von einem Marathon unter 2:30 Stunden. 2023 lief er hier 2:30:27. Jetzt soll die magische Grenze fallen. Er weiß: Wenn der Tag passt, „reden wir über eine sehr schnelle Gesamtzeit“. Die 7:23:24 Stunden von Magnus Ditlev sind im Visier.
Doch ein Detail bremst. Neue Abstandsregel: 20 Meter statt 12 Meter auf dem Rad. Das kostet Sekunden, vielleicht Minuten. Lange schert das nicht. Er kennt die Strecke, kennt die Hitze, kennt den Schmerz. 2021 gewann er hier, 2024 musste er verletzt aufgeben. Jetzt ist er zurück – hungriger, leichter, schneller.

Blummenfelt startet seine belagerung
Kristian Blummenfelt, Olympiasieger von Tokio, Ironman-Weltmeister 2022, startet erstmals in Roth. Der Norweger schwimmt wie ein Motorboot, radelt wie ein Zug. Nur laufen? Das ist Langes Revier. Blummenfelt kennt die Zahlen: Langes Marathonzeiten sind brutaler als seine. Aber er kennt auch seine eigene Waffe: er kann quälen. Und er kann warten.
Das Feld ist ein Who-is-Who der Langstrecke. Anne Haug, Laura Philipp, Daniela Ryf – alle da. Doch das Rennen wird entschieden zwischen Lange und Blummenfelt. Zwei Weltmeister, zwei Ego, eine Strecke.
Um 6:30 Uhr geht’s los. Dann zeigt sich, wer lügt und wer leidet. Lange will Geschichte schreiben. Blummenfelt will ihn stoppen. Roth wird brennen.
