Lang packt koffer: ex-napoli-angreifer spricht über schwierige zeit
Noa Lang, der auf Leihbasis beim Galatasaray spielende Angreifer, hat in einem Interview mit EFL Voetbal ein deutliches Bild seiner Zeit beim SSC Neapel gezeichnet. Die Erwartungen waren hoch, die Realität offenbar anders – und Lang scheint erleichtert, nun einen Neuanfang in der Türkei zu wagen.

Ein system ohne platz für flügelspieler
Die Geschichte beginnt mit der Unterstützung durch Nationaltrainer Ronald Koeman, der Langs Wechsel nach Istanbul segnete. „Er wusste um den Verein, hatte einige Spiele gesehen und warnte mich sogar, dass Galatasaray größer sei, als ich dachte“, so Lang. Doch die eigentliche Enttäuschung lag im taktischen System von Neapel. Unter Trainer Antonio Conte, dessen Anwesenheit Lang an sich begrüßte, fand der offensive Flügelspieler keinen festen Platz. „Wenn ein großer Trainer wie Conte dich will, dann gehst du auch“, beginnt Lang seine Schilderung, „aber manchmal laufen die Dinge einfach so, wie sie laufen müssen.“
Das Problem war, dass Conte ein System bevorzugte, das keine klassischen Flügelspieler vorsah. Lang musste eine völlig neue Rolle einnehmen, eine Abkehr von dem, was er sein Leben lang gelernt hatte. „Das war einfach nicht mein Ding“, gesteht er offen. Er betont, dass er die Entscheidung nicht bereut und die sechs Monate in Neapel als „sehr lehrreich“ empfand. Die Vorbereitung in den Bergen sei eine „Erfahrung für sich“ gewesen.
Doch hier schimmert bereits die Unzufriedenheit durch. Lang beschreibt ein ungewöhnliches Training: „Ich bin es gewohnt, kleine Turniere, Fünf-gegen-Fünf-Spiele, Schießübungen und Spaß zu haben. Bei Napoli haben wir fünf Tage lang keinen Ball gesehen.“ Diese Beschreibung wirft ein bezeichnendes Licht auf die Trainingsmethoden und die Atmosphäre im Team. Es scheint, als ob Langs kreativer Spielstil und seine Vorliebe für lockere, spielerische Einheiten nicht in das von Conte vorgegebene Schema passten.
Die Erfahrung in Neapel mag zwar formativ gewesen sein, doch Lang scheint nun die Chance zu nutzen, seine Stärken in einem Umfeld zu entfalten, das besser zu ihm passt. Galatasaray bietet ihm diese Möglichkeit, und die Fans in Istanbul können sich auf einen Spieler freuen, der endlich wieder Spaß am Fußball haben kann.
