Lamas ehre: legendärer radiosprecher erhält preis von der rfef
Ein Moment der Ehrung und des Abschieds von einer Ära: Manolo Lama, eine Stimme, die Generationen von spanischen Fußballfans begleitet hat, wurde gestern Abend in Sevilla mit dem ersten „José Ángel de la Casa“-Preis der Real Federación Española de Fútbol (RFEF) ausgezeichnet. Die Zeremonie, die im Schatten des Estadio de La Cartuja stattfand, markierte einen Höhepunkt in der Karriere des Radiomarks.

Ein vermächtnis aus funkwellen und fußballfieber
Die Auszeichnung, benannt nach dem legendären Sportjournalisten José Ángel de la Casa, würdigt Lama nicht nur für seine jahrzehntelange Tätigkeit, sondern auch für seine unermüdliche Leidenschaft und sein Engagement für den spanischen Fußball. Der Preis wurde ihm von RFEF-Präsident Rafael Louzán überreicht, ein Zeichen der Anerkennung für einen Mann, der das Gesicht des spanischen Sports geprägt hat. Lama selbst betonte in seiner bewegenden Rede, dass der Preis nicht nur ihm, sondern allen Sportjournalisten in Spanien gewidmet sei, die Woche für Woche ihre Arbeit mit Hingabe verrichten.
Die Karriere eines Vollprofis: Lama begann seine journalistische Laufbahn vor über 40 Jahren bei der Cadena Ser, wo er in fast jeder erdenklichen Funktion tätig war – von Redakteur und Reporter bis hin zu Kommentator und Moderator. Seine Stimme war untrennbar mit den großen Ereignissen des spanischen und internationalen Fußballs verbunden: Weltmeisterschaften, Europameisterschaften, Olympische Spiele, Champions League und La Liga. Er berichtete nicht nur über die Spiele, sondern erlebte sie mit, teilte die Emotionen der Fans und wurde selbst zu einem integralen Bestandteil des spanischen Fußballerlebnisses.
Doch Lama ist mehr als nur ein Fußballreporter. Er ist ein Geschichtenerzähler, ein Beobachter des menschlichen Dramas, das sich auf dem Spielfeld abspielt. Er versteht es, die kleinen Details zu erfassen, die eine Partie erst lebendig machen. Und er hat dabei stets seinen Humor und seine Menschlichkeit bewahrt. Seine Anekdoten und Kommentare sind legendär und werden von vielen Fans noch heute zitiert.
Die Zeremonie war von emotionalen Momenten geprägt, insbesondere als Juanma de la Casa, einer der Söhne des Namensgebers des Preises, bewegte Worte über seinen Vater fand. Lama selbst drückte seine tiefe Verbundenheit mit der Familie de la Casa aus und betonte, dass der Preis vor allem ihnen gewidmet sei. Er sprach auch über die Schwierigkeiten, mit einem berühmten Namen umzugehen, und hob die Leistungen von Nachwuchsjournalisten hervor, die oft übersehen werden.
Lamas Sohn, Manu Lama, schloss die Veranstaltung mit einer besonderen Herausforderung ab: Er forderte seinen Vater auf, seinen ersten Profi-Tor zu kommentieren – ein bewegender Moment, der die tiefe Verbundenheit zwischen Vater und Sohn verdeutlichte. Ein Mann, eine Karriere, eine Legende. Manolo Lama hat sich seinen Platz in der Geschichte des spanischen Sports verdient.
