Laliga: saisonstart verzögert – weltmeisterschaft wirft schatten!
Ein umstrittener Plan: Die neue LaLiga-Saison beginnt, obwohl viele Top-Klubs noch mit der Weltmeisterschaft beschäftigt sind. Javier Tebas, der Liga-Boss, hält an der Vorstellung am 15. August fest, doch der AFE-Vorsitzende David Aganzo hatte versucht, die Daten zu verschieben. Ein ungewöhnlicher Saisonstart steht bevor.

Ein saisonstart mit haken und ösen
Die erste Spielrunde wird sich merklich vom WM-Terminkalender beeinflussen lassen. Nicht alle 20 Klubs werden am regulären Termin am 15. August auflaufen. Stattdessen werden einige Partien um zehn Tage verschoben, wie Tebas am Dienstag bei der Präsentation des „Red de Ciudades de LaLiga“ erläuterte. Ein kompliziertes Konstrukt, das die Fans vor eine Herausforderung stellen könnte.
Tebas betonte, dass allen Spielern drei Wochen Urlaub garantiert werden, wobei die Spielpläne an die WM-Belastung angepasst sind. Mannschaften mit zahlreichen WM-Teilnehmern, insbesondere solche, die es bis ins Viertelfinale schaffen, werden ihren Saisonstart hinauszögern. Ihr erstes Spiel wird erst nach der zweiten und vor der dritten Spielrunde stattfinden. „Wir werden das im Kollektiv vereinbarte einhalten“, so Tebas, und fügte hinzu, dass es eine explizite Regelung für die Urlaubszeit und Vorbereitungszeit gibt.
Es ist ein Balanceakt: Die Liga will sowohl die Interessen der Vereine als auch die Erholung der Spieler berücksichtigen. Tebas betonte, dass nur wenige Spieler tatsächlich bis in die fortgeschrittenen Runden der WM vordringen werden, und dass die meisten nach dem Ende der Gruppenphase am 28. Juni bereit für die neue Saison sein sollten. „Nur vier Klubs – Barcelona, Real Madrid, Atlético und Athletic – sind wahrscheinlich am stärksten betroffen“, schätzte Tebas.
Die verschobenen Spiele werden nicht zwischen der ersten und zweiten Spielrunde, sondern zwischen der zweiten und dritten stattfinden. Ein Kompromiss, der den Spielern ausreichend Zeit zur Erholung gewähren soll. Die genaue Anzahl der verschobenen Partien ist noch unklar – es könnten zwei, drei, vier oder sogar mehr sein, je nach den WM-Ergebnissen. Tebas versicherte jedoch, dass die Einhaltung des kollektiven Abkommens oberste Priorität hat.
Im Gegensatz zum Vorjahr, als Real Madrid nach dem Gewinn der Klub-WM nur 19 Tage Urlaub hatte, wird die WM-Situation anders gehandhabt. Tebas argumentierte, dass die Umstände unterschiedlich seien: Die Klub-WM sei ein freiwilliger Wettbewerb, während die WM eine Pflichtveranstaltung sei. „Bei Pflichtveranstaltungen wollen wir kohärente Maßnahmen ergreifen“, erklärte er.
