Laliga: protestaktion der spieler scheitert vor gericht!
Ein jäher Rückschlag für die spanischen Fußballer: Das Nationale Gerichtshof in Madrid hat die Klage der Liga gegen die Protestaktion der Spieler im Oktober abgelehnt. Die 15-sekündigen Spielunterbrechungen, die gegen die Austragung des Spiels Villarreal gegen Barcelona in Miami gerichtet waren, werden nun als legitime Meinungsfreiheit gewertet.

Die entscheidung: ein sieg für die spielerrechte
Die Entscheidung des Gerichts, gefällt nach einer Verhandlung am 25. März, kommt der Asociación de Futbolistas Españoles (AFE) zugute, die die Spieler bei der Verhandlung verteidigte. Die Fiscalía hatte zwar eine Abweisung der Klage gefordert, doch die Kammer für soziale Angelegenheiten kam zu dem Schluss, dass die Aktion der Fußballer im Einklang mit dem Recht auf freie Meinungsäußerung und der gewerkschaftlichen Freiheit stehe. Das ist ein klarer Beweis dafür, dass die Spieler ihre Bedenken auf eine Weise äußern durften, die über das bloße Schweigen hinausgeht.
Die Liga hatte vehement behauptet, es handele sich um einen illegalen Streik, der dem Verein einen Schaden von satten 8,7 Millionen Euro verursacht habe. Diese Summe ist natürlich beträchtlich, aber das Gericht hat offenbar gewogen, dass die Meinungsfreiheit der Spieler Vorrang hat. Die Proteste fanden zwischen dem 17. und 20. Oktober im Rahmen der neunten Runde der LaLiga EA Sports statt und richteten sich gegen die geplante Austragung des Spiels in Miami, die letztendlich abgesagt wurde.
Ein interessanter Aspekt ist, dass das Gericht die Argumente der AFE in vollem Umfang unterstützte. Die Spieler hatten argumentiert, dass die Austragung eines Ligaspiels in den USA einen Präzedenzfall für die Kommerzialisierung des spanischen Fußballs schaffen würde. Die Liga hingegen versuchte, die Aktion als reine Rufschädigung darzustellen. Es bleibt abzuwarten, welche Konsequenzen diese Entscheidung für zukünftige Protestaktionen im spanischen fußball haben wird. Werden die Spieler ermutigt, ihre Meinung offener zu äußern, oder wird die Liga versuchen, weitere rechtliche Schritte einzuleiten?
Die hohe Ablösesumme, die die Liga fordert, erscheint angesichts der rechtlichen Bewertung der Situation nunmehr überzogen. Es zeigt, dass auch große Sportorganisationen ihre Grenzen finden, wenn es um die Wahrung der Grundrechte ihrer Spieler geht. Die Entscheidung ist ein Weckruf für die Liga und ein Zeichen, dass die Spieler ihre Stimme erheben können – auch wenn es nur für 15 Sekunden ist.
