Lakers-revolution: redick schmeißt stars von court – vandeblilt explodiert
Die Hände in die Höhe, der Blick starr auf den Coach – da wusste Jarred Vanderbilt, dass seine Nacht vorbei war. Nach exakt 16 Sekunden im zweiten Viertel griff J.J. Redick zur Auszeit, zog den Vorwärts raus und zündete damit eine Eskalation, die das halbe Crypto.com Arena verstummen ließ.
Vanderbilt brüllt redick an – team muss dazwischengehen
Der 25-Jährige stampfte direkt auf seinen Trainer zu, verlangte Erklärungen. Redick ignorierte ihn, sprach stattdessen mit Assistant Sean Rooks. Das war der Funke. Vanderbilt schrie immer lauter, bis Anthony Davis und Austin Reavessich physisch dazwischenstellten und den Flügelspieler Richtung Bank schoben. Die Arena-Mikros fangen zwar kein einzelnes Wort, aber die Körpersprache war eindeutig: Revolte im Lager der lakers.
Redick ließ ihn nicht mehr ran. Null Sekunden nach dem Zwischenfall, null Sekunden für den Rest des Spiels. Als die Medien in den Locker Room durften, war Vanderbilt längst verschwunden – Jacke über der Schulter, Kapuze tief ins Gesicht gezogen.

Auch hachimura spürt den rotierenden zeigefinger
Der Japaner überlebte gerade mal 2:30 Minuten, ehe Rookie Adou Thiero seine Chance bekam. „Rui hat seine Assignments nicht erledigt“, kommentierte Redick trocken. Hachimura kam zwar später zurück und schraubte seine Punkte auf 15, sprach aber ebenfalls nicht mit der Presse. Zwei Starter, zwei öffentliche Rüffel – das gab es in L.A. selbst unter Byron Scott nicht.
Die Zahlen hinter der Demontage: 87:123 gegen Oklahoma City, ohne Luka Dončić, ohne LeBron James (Load Management) und ohne Reaves. Die lakers kassieren ihre höchste Niederlage der Saison und rutschen trotz 50-29-Bilanz auf Rang vier, weil Houston den direkten Vergleich verliert.

Restprogramm wird zum charaktertest
Die nächsten Gegner: @ Warriors, vs Suns, vs Jazz. Redick stellt klar: „Ich suche neun Mann, die bereit sind, sich gegenseitig die Köpfe einzuschlagen – im positiven Sinne.“ Wer sich nicht dem Team verschreibt, fliegt. Punkt. Die Botschaft ist lauter als Vandeblilts Wutschrei.
Die lakers haben drei Spiele, um die Rotationsplätze neu zu vergeben. Danach beginnt das Play-in-Turnier. Und niemand will in einem K.-o.-Spiel auf die Bank geschickt werden, wenn der Coach gerade bewiesen hat, dass ihm kein Name zu groß ist.
