Kyrgios' comeback endet bitter: fritz feiert historischen sieg

Stuttgart – Ein Auf und Ab der Gefühle im baden-württembergischen Stuttgart: Nick Kyrgios’ viel beachtetes Comeback im Einzel endete abrupt im Achtelfinale des ATP-Turniers, während Taylor Fritz einen hart erkämpften Sieg feierte und gleichzeitig einen persönlichen Meilenstein erreichte. Der Australier, der dank Wildcard überhaupt erst am Start stand, musste sich dem japanischen Qualifikanten Sho Shimabukuro in einem spannenden Dreisatzmatch geschlagen geben.

Kyrgios' lässigkeit trügt – shimabukuro kontert

Kyrgios begann das Match gegen Shimabukuro erwartungsgemäß entspannt und sicherte sich den ersten Satz mit einem beeindruckenden Unterarm-Ass. 22 Asse gelangen ihm im Laufe des Spiels, was seine Schlagstärke unterstrich. Doch der Japaner ließ sich nicht beirren und fand zunehmend besser ins Spiel. Im Tiebreak des zweiten Satzes gelang Shimabukuro die Wende, und er nutzte den Schwung, um auch den entscheidenden dritten Satz für sich zu entscheiden. Für Kyrgios ist das Turnier in Stuttgart damit vorerst beendet, doch im Doppel an der Seite von Alexander Bublik hofft er noch auf einen Erfolg.

Das Duo Kyrgios/Bublik bewies im Achtelfinale des Doppelwettbewerbs seine Klasse und besiegte das Schweizer/US-amerikanische Duo Paul/Seggerman im Match-Tiebreak mit 6:3, 2:6, 10:6. Ein weiteres deutsches Duo, Hanfmann und Struff, zog kampflos ins Halbfinale ein.

Fritz kämpft sich zum sieg – 350. karriereerfolg

Fritz kämpft sich zum sieg – 350. karriereerfolg

Im Gegensatz zu Kyrgios konnte Taylor Fritz sein Achtelfinale gegen Martín Landaluce überstehen. Der an zwei gesetzte US-Amerikaner siegte nach einem zähen Kampf über 2 Stunden und 31 Minuten mit 6:7 (4:7), 7:5, 7:6 (7:3). Besonders spannend wurde es im zweiten Satz, als Fritz einen Rückstand von 4:5 und 0:30 abwehrte und sich so in den dritten Satz retten konnte.

Ein besonderer Moment für Fritz: Mit seinem Sieg erreichte er die Marke von 350 Karriereerfolgen – ein Meilenstein, von dem er selbst überrascht war. „Ich wusste gar nicht, dass ich 350 Siege habe. Das ist cool. 500 wären natürlich ein schönes Ziel“, so der Weltranglistenneunte in einer Pressemitteilung der Veranstalter. Fritz ist damit der erste US-Amerikaner, der diesen Wert erreicht hat.

Trotz des knappen Sieges zeigte sich Fritz zuversichtlich: „Manchmal braucht man etwas Zeit, um sich in ein Turnier hineinzuspielen. Aber die Leistung am Ende des heutigen Matches gibt mir viel Selbstvertrauen für die nächste Runde.“ Im Viertelfinale trifft er nun auf den italienischen Spieler Mattia Bellucci. Die Tenniswelt blickt gespannt, ob Fritz seine Erfolgsserie fortsetzen kann, nachdem er im Vorjahr bereits in Stuttgart triumphierte.