Italien krempelt bologna um: rekordverdächtige aufstellungsmuster!
Vincenzo Italiano hat Bologna in eine Fußball-Labor verwandelt. Gegen Lecce erreichte das Team die unglaubliche Marke von 100 unterschiedlichen Aufstellungen in 100 Spielen – ein Beweis für seinen unkonventionellen Ansatz und die Tiefe des Kaders. Doch der Meistertitel gehört ihm noch nicht, denn in seiner Zeit bei Fiorentina war die Variabilität noch deutlich größer.

Die porträt-rotation: ein beweis für italienos vertrauen
„Alle Spieler sind gleichwertig“ – ein Mantra, das Trainer heutzutage oft wiederholen. Bei Italiano ist es mehr als nur ein Lippenbekenntnis. Seine Mannschaft gleicht einer kooperativen Genossenschaft, in der jeder Spieler seine Chance bekommt. Besonders auffällig ist die Rotation der Torhüter: Massimo Pessina, ein Youngster aus der eigenen Jugend, durfte gegen Lecce zwischen den Pfosten stehen – ein Zeichen des Vertrauens in die Nachwuchsarbeit, nachdem Skorupski zuvor verletzungsbedingt ausfiel. Auch Ravaglia gehört zum erweiterten Kreis der Schlussmänner.
Im Mittelfeld und Angriff herrscht ebenfalls erstaunliche Flexibilität. Namen wie Odgaard, Bernardeschi, Orsolini, Cambiaghi, Benja Dominguez, Rowe, Sohm und der inzwischen zu Fiorentina gewechselte Fabbian haben alle ihren Einsatzzeiten genossen. Diese Mischung aus Talent und Erfahrung macht das Team schwer ausrechenbar.
Der eigentliche Rekord liegt jedoch in Florenz: Während seine Zeit dort 141 verschiedene Aufstellungen in allen Wettbewerben umfasste, markiert die aktuelle Marke in Bologna lediglich einen weiteren Meilenstein in Italienos experimenteller Trainerkarriere. Er erklärte nach dem 134. verschiedenen Aufstellungsversuch in der Supercoppa: „Wir müssen die Konzentration aller hochhalten und jeden auf dem Dribbelbrett halten. Es gibt natürlich eine Hierarchie, aber bei einem breiten Kader ist es wichtig, alle Spieler einzubeziehen.“
Diese Philosophie erstreckt sich über alle Wettbewerbe – von der Serie A über den Coppa Italia bis hin zur Champions League. Italiano hat bewiesen, dass er in der Lage ist, ein Team zu formen, das sowohl in der Breite als auch in der Tiefe überzeugt.
Die Frage ist nun nicht, ob dieser unkonventionelle Ansatz langfristig zum Erfolg führen wird, sondern wie lange der Trainer die Geduld der Verantwortlichen aufrechterhalten kann. Die Tabelle wird es zeigen.
