Hertha bsc vor abwehr-chaos: kolbe ausfällt, gechter fraglich!
Berlin – Hertha BSC steht vor einer echten Geduldsprobe in der Abwehr vor dem Auswärtsspiel gegen Dynamo Dresden. Zwei wichtige Defensivkräfte fallen kurzfristig aus, und die Fitness eines weiteren Spielers ist ungewiss. Ein herber Schlag für die Blau-Weißen im Kampf um den Klassenerhalt.

Doppelter ausfall belastet die abwehr
Niklas Kolbe muss verletzungstechnisch passen und fällt aufgrund eines Infekts für das Osterwochenende aus. Sein Fehlen ist spürbar, da er zuletzt als Linksverteidiger eine solide Leistung gezeigt hatte. Zusätzlich steht auch Jeremy Dudziak nicht zur Verfügung, was die personellen Engpässe in der Hintermannschaft weiter verschärft.
Die Lage um Linus Gechter ist ebenfalls angespannt. Der Youngster kehrte zwar von seinem Einsatz im U21-EM-Qualifikationsspiel gegen Griechenland zurück, klagt aber weiterhin über Schmerzen in der Schulter. „Wir sind sehr froh, dass die Untersuchungen keine schlimmere Verletzung ergeben haben“, so Hertha-Trainer Stefan Leitl auf der Pressekonferenz. „Trotzdem ist es so, dass Linus noch starke Schmerzen verspürt. Wir werden sehen, ob er morgen auf den Platz kann.“ Sollte Gechter auch das Abschlusstraining am Freitag verpassen, wird Toni Leistner, der gebürtige Dresdner, in seiner Heimatstadt zum Einsatz kommen. Das wäre eine interessante taktische Konstellation.
Pascal Klemens bleibt vorerst nur Zuschauer. Obwohl der Vertrag des jungen Verteidigers erst vor kurzem bis 2028 verlängert wurde, scheint er im aktuellen Personalkader keine Rolle zu spielen. Deyovaisio Zeefuik springt in die Bresche als Kolbe-Ersatz. Nach seiner Bänderverletzung zeigte er bereits in Düsseldorf vielversprechende Ansätze.
Leitl betonte die Notwendigkeit, schnell eine funktionierende Abwehrkette zu finden: „Wir werden eine gute Kette zusammenstellen. Deyo ist fast wieder bei 100 Prozent. Jetzt fehlt nur noch der Spielrhythmus. Den kriegt er nur über Minuten. Ich fand seine Leistung in Düsseldorf okay. Auf der anderen Seite habe ich natürlich auch Julian Eitschberger, der richtig gut trainiert und immer eine Option für uns ist.“
Die Aufgabe gegen Dynamo Dresden im Hexenkessel wird somit eine echte Herausforderung für Hertha BSC. Das Team von Stefan Leitl muss sich schnellstmöglich an die veränderten Gegebenheiten anpassen, um im Kampf um den Klassenerhalt bestehen zu können. Die Dynamostribüne wird mit Sicherheit allesamt dabei sein, um ihre Mannschaft anzufeuern – ein Umstand, der Hertha zusätzlich Druck macht.
Die Abwehrreihe muss nun schnellstmöglich wieder stabil werden, denn die kommenden Spiele werden entscheidend für die Zukunft der Blau-Weißen sein. Die Fans hoffen, dass sich die Personalsituation bald wieder entspannt und die Mannschaft geschlossen in die verbleibenden Partien gehen kann.
