Handball-em 2028: deutschland trifft auf italien – bob hanning fordert den dhb
Die Kugel war kaum gezogen, da klapperten schon die ersten Visitenkarten durchs Netz. Deutschland bekommt Belgien, die Slowakei und Italien – Letzteres mit Bob Hanning am Spielfeldrand. Ein Schlag ins Wasser? Für Hanning ist es die Chance auf ein handballendes Märchen, für Alfred Gislason ein Déjà-vu mit ungewissem Ausgang.
Die logik der lostöpfe täuscht
Der DHB feiert kurze Reisewege und ein „logistisch ideales“ Szenario. Benjamin Chatton sieht die Slowakei als novemberfreundlichen Gegner, weil Bratislava per Bus erreichbar ist. Schön für die Physiotherapeuten, doch Punkte gibt’s nur auf dem Feld. Gislason muss ohne Vertrag über die ersten beiden Spiele hinausplanen – ein Fakt, den kein Kurztrip kaschieren kann.
Italiens Coach Hanning dagegen lacht sich ins Fäustchen. „Wir wollen Zweiter werden“, sagt er und meint: hinter Deutschland, vor Belgien und der Slowakei. Sein Argument: Italien kennt deutsche Spielverderber-Rollan aus dem Kluballtag, hat aber noch nie eine deutsche EM-Atmosphäre erlebt. Er plant „etwas Unvergessliches“ – ein Sound, der im DHB-Hauptquartier nicht ungehört bleibt.

Österreich bekommt das nordische dreigestirn
Iker Romero schaut nicht auf Kilometer, sondern auf Körpersprache. Norwegen, Georgien, Türkei – laut FIFA-Ranking kein Horror, laufender Ball aber ein anderes Format. Patrick Fölser spricht vom „aufstrebenden Trio“, das seine Mannschaft herausfordert. Kein Wunschkonzert, aber ein Kampfpreis: wer zweimal Norwegen ärgert, darf im Mai 2027 schon Koffer nach Iberien packen.
Die Regie steht: 24 Teams, acht Vierergruppen, sechs Spieltage, nur die vier besten Dritten rutschen durch. Dänemark als Titelverteidiger und die drei Gastgeber Spanien, Portugal, Schweiz sind bereits gesetzt. Für Deutschland heißt das: Gruppensieg oder Zittern. Für Hanning: Event statt Eventualität. Für Romero: Alles offen, nur die Fluglinien noch nicht.
Der Countdown läuft auf 28 Monate. Bis dahin kann Gislason einen neuen Vertrag haben, Hanning eine neue Arena und Romero vielleicht einen neuen Torhüter. Die Lose sind ausgeteilt, die Geschichten geschrieben – jetzt müssen nur noch die Tore fallen. Wer zuerst trifft, bestimmt die Richtung. Und die ist im November 2026 nicht mehr weit weg.
