Füchse-trophäe taucht im eigenen keller auf – diebe hatten meisterschale versteckt
Die Meisterschale der Füchse Berlin war nie weg – sie lag nur im Dunkeln des eigenen Kellers. Nach vier Monaten Suche fanden Mitarbeiter der Geschäftsstelle die verschwundene Trophäe, die seit dem November-Einbruch als verloren galt, zwischen alten Trikotkisten und Stadionbannern. Die Polizei bestätigte: Die Diebe hatten die Schale nicht verschmolzen, sondern offenbar für einen späteren Abtransport versteckt.
Die Nachricht schlug am Montag ein wie ein Siebenmeter ins leere Tor. Bob Hanning, Geschäftsführer des Bundesligaklubs, strahlte trotz des verregneten Berliner Vormittags: „Ich kann es ehrlich gesagt auch noch nicht ganz glauben, aber die Schale ist wieder da.“ Die 3,5 kg schwere Silberware war im Sommer 2025 die Belohnung für den ersten Meistertitel der Füchse – und dann urplötzlich spurlos verschwunden.

Diebe spielten verstecken – der pr-druck wurde zu groß
Die Kripo hatte nach dem Einbruch zwei Tatverdächtige festgenommen, doch die Schale blieb verschwunden. Die Ermittler vermuteten, dass die Beute bereits in der Schmelze landete. Was sie nicht wussten: Die Täter hatten die Trophäe in einen alten Trikotkarton gewickelt und zwischen Büroaltpapier deponiert – offenbar mit dem Plan, sie später abzuholen.
Doch die öffentliche Aufmerksamkeit wurde zu groß. Zeitungsartikel, TV-Beiträge, Social-Media-Kampagnen. „Das Bekanntmachen der Thematik veranlasste sie vermutlich, davon abzusehen“, erklärt der Klub. Die Schale blieb im Keller, niemand wagte sich zurück – bis ein Praktikant am Freitagabend Kartons umsortieren sollte und plötzlich Metall unter Papier erspähte.
Die Berliner feierten den Fund mit einer spontanen Fotostunde. Mathias Gidsel, dreimaliger Weltspieler, hob die Schale erneut über den Kopf – diesmal ohne Jubelsturm, aber mit sichtlichem Seufzen der Erleichterung. Die Trophäe selbst tritt leichte Kratzer davon, die Erinnerung an den Coup bleibt. Für die Füchse ist die Schale mehr als Silber: Sie ist das Symbol der ersten Meisterschaft, die endlich wieder in der Vitrine steht – und nicht in den Akten der Kripo.
