Riera ignoriert kritik: „drei punkte sind alles!“
Frankfurt. Albert Riera, der Nachfolger von Dino Toppmöller bei Eintracht Frankfurt, scheint unbeeindruckt von der anhaltenden Kritik an seiner Kommunikation und der daraus resultierenden Unruhe im Verein zu sein. Der Spanier fokussiert sich voll und ganz auf das anstehende Bundesliga-Spiel gegen den VfL Wolfsburg am Samstag (15:30 Uhr/Sky) und weist jegliche Sorgen über eine negative Stimmung zurück.
Konzentration auf das wesentliche: der blick nach wolfsburg
„Das Wichtigste sind drei Punkte. An etwas anderes denke ich nicht“, erklärte Riera auf die entsprechende Frage. Seine Amtszeit am Main ist bisher von Aufsehen und kontroversen Äußerungen geprägt. Bereits im Februar sorgte er mit seiner Einschätzung der Frankfurter Defensive für Schlagzeilen, als er erklärte, dass die Mannschaft nicht nur in der Bundesliga, sondern „in ganz Europa“ die schlechteste bei Gegentoren sei. Diese Aussage erfolgte unmittelbar nach dem Unentschieden gegen den 1. FC Köln (2:2).
Riera verteidigte nun vehement seine oft drastische Rhetorik. Er betonte, dass seine Spieler auf seine öffentlichen Äußerungen vorbereitet seien. „Was du vielleicht als Kritik siehst, sehe ich eher als eine Botschaft, um eine Reaktion hervorzurufen“, so der 43-Jährige. Er sehe es bewusst so ein, um eine bestimmte Wirkung zu erzielen und betonte, dass er seine Aussagen daher nicht als Kritik ansehe.
Seine Herangehensweise beschrieb Riera mit einer anschaulichen Metapher: „Wenn ein Glas Wasser zur Hälfte gefüllt ist, siehst du es vielleicht als halb leer – und ich sehe es als halb voll.“ Er betrachte die Dinge also stets optimistisch, mit einer „rosaroten Brille“, wie er es selbst formulierte. Das spiegele sich in seiner positiven Grundhaltung, seinem Lächeln und seiner generellen Zufriedenheit wider.

Europa-ambitionen gegen wolfsburger abstiegskampf
Für die anstehende Partie in Wolfsburg sieht Riera die Chancen der Eintracht rosig. Während der VfL vor dem Hintergrund des Abstiegskampfes unter enormem Druck steht, kämpft Frankfurt um die Qualifikation für Europa. „Wenn wir Druck haben und sie auch Druck haben – welcher ist schöner?“, fragte Riera rhetorisch und fügte hinzu: „Ich denke, unserer ist schöner, also müssen wir das ausnutzen.“
Die Frankfurter dürfen sich in Wolfsburg voll entfalten und ihre Stärken zeigen. Ein Sieg würde die Europa-Hoffnungen weiter nähren und den Druck auf den Gegner verstärken.
