Olympia-aus für heraskewytsch: ioc erntet scharfe kritik wegen helm-disqualifikation

Schock in cortina: ukrainischer skeleton-pilot disqualifiziert

Kiew, 17. Februar 2026 – Der ukrainische Skeleton-Pilot Wladyslaw Heraskewytsch hat nach seiner Disqualifikation bei den Olympischen Spielen in Cortina D'Ampezzo das Internationale Olympische Komitee (IOC) scharf kritisiert. Nur Minuten vor seinem ersten Lauf wurde er vom Wettbewerb ausgeschlossen, weil er einen Helm tragen wollte, der an getötete ukrainische Athleten und Trainer erinnert. Dieser Vorfall hat international für Empörung gesorgt.

Der „helm der erinnerung“ und die ioc-regeln

Der „helm der erinnerung“ und die ioc-regeln

Der 27-jährige Heraskewytsch hatte den sogenannten „Helmet of Remembrance“ bereits in allen offiziellen Trainingsläufen getragen. Der Helm zeigt Bilder von mehr als 20 ukrainischen Sportlern und Trainern, die im russischen Angriffskrieg ihr Leben verloren haben. Das IOC wertete dies als Verstoß gegen Regel 50 der Olympischen Charta, die politische Botschaften während der Spiele verbietet. Heraskewytsch lehnte einen vorgeschlagenen Kompromiss – das Tragen eines schwarzen Armbands und die Präsentation des Helms außerhalb der Rennstrecke – ab.

„Ich werde sie nicht verraten“ – heraskewytschs klare haltung

„Ich werde sie nicht verraten“ – heraskewytschs klare haltung

Nach seiner Disqualifikation erklärte Heraskewytsch unmissverständlich: „Ich werde sie nicht verraten.“ In einem aktuellen Video aus Kiew erneuerte er seine Kritik am IOC. Er argumentierte, dass das IOC sich durch die Zulassung russischer Athleten unter neutraler Flagge „in der Praxis mitschuldig“ mache, während die Ukraine eine humanitäre Katastrophe erlebe.

Russische athleten unter neutraler flagge

Bei den aktuellen Spielen nehmen 13 russische und 7 belarussische Athleten als sogenannte Individual Neutral Athletes (AIN) teil. Sie treten ohne nationale Flagge, Hymne oder Symbole an. Das IOC hatte nach dem Beginn des Krieges in der Ukraine 2022 zunächst alle Sportler aus Russland und Belarus ausgeschlossen, später aber die Teilnahme unter neutralem Status ermöglicht.

Internationale kritik und die position des ibsf

Der Fall Heraskewytsch hat international für heftige Diskussionen gesorgt. Kritiker werfen dem IOC vor, das Gedenken an die Opfer als politische Botschaft zu missdeuten, obwohl auf dem Helm keine politischen Parolen zu sehen waren. Der Weltverband IBSF stützte die Entscheidung des IOC unter Berufung auf die Richtlinien zur Äußerung politischer Meinungen von Athleten während der Olympischen Spiele.

Ein traum geplatzt – protest hallt wider

Für Wladyslaw Heraskewytsch endete Olympia ohne die Möglichkeit, am Wettbewerb teilzunehmen. Sein sportlicher Traum zerplatzte nur 21 Minuten vor dem ersten Lauf. Doch sein Protest hallt weit über die Eisrinne von Cortina hinaus und wirft wichtige Fragen nach den Werten und der politischen Neutralität des Sports auf. Die Debatte wird sicherlich weitergehen.

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