Mailänder winterspiele: italiens sportchef blickt nach vorn – und wirft einen blick auf rom 2040

Erste bilanz der mailänder winterspiele: stolz und zuversicht

Mailand – Die Begeisterung über die italienischen Erfolge bei den Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo ist groß. Luciano Buonfiglio, Präsident des CONI (Comitato Olimpico Nazionale Italiano), hat in einem Interview mit Sky Sport eine erste Bilanz gezogen und dabei vor allem die Athleten und ihre Leistungen gewürdigt. Besonders hervorgehoben wurde Federica Brignone, deren emotionaler Triumph ihn tief berührt habe.

Brignones triumph und die wahl der fahnenträger

Brignones triumph und die wahl der fahnenträger

„Als ich sie im Slalom fahren sah, wusste ich, dass sie gewinnen konnte. Ihr Sieg hat mich zu Tränen gerührt,“ so Buonfiglio. Die Wahl von Brignone als Fahnenträgerin sei ein entscheidender Moment für sie gewesen, wie ihre Mutter ihm erzählte. Für die Abschlusszeremonie wurden Davide Ghiotto und Lisa Vittozzi ausgewählt, eine Entscheidung, die auf ihrer Persönlichkeit und ihrem Erfolg basiert. Beide Athleten hätten eine unglaubliche innere Stärke und Gelassenheit bewiesen.

Stärke der italienischen frauen im sport

Stärke der italienischen frauen im sport

Buonfiglio betonte die herausragenden Leistungen der italienischen Frauen im Sport und forderte, dass diese Erfolge als Ansporn für die Männer dienen sollten. „Wir müssen stolz auf unsere Frauen sein. Ihre Erfolge sollten die Männer motivieren.“

System italien: eine erfolgsformel seit tokio 2020

Der CONI-Präsident hob die positive Entwicklung des italienischen Sportsystems hervor, die bereits seit den Olympischen Spielen in Tokio 2020 spürbar sei. Durch die Zusammenarbeit verschiedener Kompetenzen, darunter Verbände, Militärsportgruppen und das Institut für Sportmedizin, sei ein funktionierendes System entstanden, das den Athleten in den Mittelpunkt stellt. Die finanzielle Unterstützung der Regierung trage ebenfalls zum Erfolg bei.

Investitionen in infrastruktur und forschung

Buonfiglio betonte die Bedeutung von Investitionen in die Infrastruktur und Forschung. Die Bob- und Rodelbahn habe beispielsweise einen wichtigen Beitrag zu den Erfolgen bei den Winterspielen geleistet. Auch die Technologie der Materialien spiele eine entscheidende Rolle. Ziel sei es, eine optimale Vorbereitung zu gewährleisten.

Sport als gesellschaftliche aufgabe

Mit 14 Millionen Mitgliedern spielt der Sport in Italien eine wichtige gesellschaftliche Rolle. Der CONI sehe sich teilweise als Ersatz für die Schulen und investiere in die Ausbildung von Trainern und die Weiterentwicklung der Sportverbände. „Wir müssen sicherstellen, dass die Athleten die bestmöglichen Bedingungen haben. Mehr Investitionen sind notwendig,“ so Buonfiglio.

Zukunftspläne: jugendförderung und rom 2040

Die Zukunft des italienischen Sports liege in der Förderung der Jugend und der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Systems. Buonfiglio betonte die Wichtigkeit, die Nachwuchssportler genauso zu fördern wie die etablierten Athleten. Bezüglich einer möglichen Bewerbung für die Olympischen Spiele in Rom 2040 zeigte er sich zurückhaltend: „Lasst uns erst diese Spiele abschließen. Ich gehe Schritt für Schritt vor.“

Langfristige entwicklung und internationale anerkennung

Buonfiglio betonte, dass die Arbeit bereits vor sieben Jahren begonnen habe, um den Italienern Siege zu ermöglichen. Die Organisation der Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo habe internationale Anerkennung gefunden. „Überall, wo ich hingehe, loben mich meine ausländischen Kollegen für das olympische Dorf, die Effizienz der Freiwilligen und die Sicherheit, die man nicht sieht, aber spürt.“