Eisbären berlin: tripcke weist langeweile über dominanz vehement ab
Berlin dominiert die DEL – und das seit Jahren. Doch Geschäftsführer Gernot Tripcke lässt sich von der anhaltenden Erfolgsserie der Eisbären nicht entmutigen, sondern sieht sie als Ansporn für die Konkurrenz. Nach dem erneuten Titelgewinn gegen Mannheim betonte er, dass solche Phasen in der Eishockeygeschichte nichts Ungewöhnliches seien.

Die geschichte wiederholt sich: dynastien kommen und gehen
Die Eisbären Berlin haben mit zwölf Titeln einen beeindruckenden Rekord in der DEL aufgestellt. Fünf Titel in sechs Jahren und drei in Folge – eine beeindruckende Bilanz. Tripcke erinnerte jedoch daran, dass Mannheim, die Eisbären selbst (zwischen 2011 und 2013) und Red Bull München (2016-2018) bereits ähnliche Serien erlebt haben, die letztendlich endeten. Der Vergleich mit der Fußball-Bundesliga, in der der FC Bayern München eine wirtschaftliche Übermacht besitzt, greift bei der DEL nicht zu. „Der große Unterschied ist, dass im Fußball die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen den FC Bayern klar bevorzugen. Das ist bei uns nicht der Fall.“
Obwohl sich die Eisbären Berlin in Bezug auf Etat und Arena im oberen Drittel der Liga bewegen, betont Tripcke, dass auch andere Klubs vergleichbare Voraussetzungen haben und die Möglichkeit besitzen, die Herrschaft der Eisbären zu brechen. Die Konstanz und kluge Personalplanung der Berliner in den vergangenen Jahren seien zweifellos ein Erfolgsfaktor gewesen. Aber, so Tripcke, sollte dies die anderen Teams eher zu Höchstleistungen anspornen, als die Liga zu gefährden.
Die jüngste Meisterschaft wurde am Sonntag mit einem 4:1-Sieg gegen Mannheim gefeiert, womit der Rekord der Eisbären weiter ausgebaut wurde. Nur der Berliner Schlittschuhclub (19 Titel) und der EV Füssen (16 Titel) konnten in der deutschen Eishockey-Geschichte häufiger triumphieren. Die Frage ist nun, ob andere Teams aus ihren Fehlern lernen und den Kampf um die Spitze aufnehmen können. Die DEL braucht eben keine Langeweile, sondern eben auch ebenbürtige Gegner.
