Amanda lear: lsd, dalí und pikante enthüllungen bei 'belve'

Mailand – Die glamouröse Amanda Lear sorgte in der neuesten Folge von Francesca Fagnanis Talkshow 'Belve' für Aufsehen. In einer offenen und provokanten Atmosphäre ließ die Künstlerin Einblicke in ihr bewegtes Leben geben, von ihren Erfahrungen mit LSD bis hin zu ihren Beziehungen zu einigen der prominentesten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts.

Eine ungewöhnliche verbindung zu salvador dalí

Der wohl brisanteste Teil des Interviews drehte sich um ihre Beziehung zu Salvador Dalí und seiner Frau Gala. Lear schilderte, wie Dalí sie in ihr Zuhause aufnahm und ihr sogar die Vermittlung von Dates mit attraktiven Männern ermöglichte. „Er sagte, er brauche mich, und Gala empfing mich wie eine Tochter“, erinnerte sie sich. Doch das Verhältnis war keines von romantischer Natur: „Dalí war impotent.“

Die Geschichte von Dalís Umgang mit ihren Dates ist ebenso amüsant wie unerwartet: „Er stellte mir Männer vor und genoss es, zu wissen, dass ich mit einem hübschen Kerl glücklich war. Am nächsten Tag fragte er mich dann, wie es gelaufen ist.“ Lear äußerte jedoch auch Kritik: „Wenn ich Dalí heute sprechen könnte, würde ich ihn fragen: Warum hast du mich benutzt?“

David bowie: „ein bisschen widerlich“

David bowie: „ein bisschen widerlich“

Auch David Bowie gehörte zu den prominenten Männern in Learners Leben. Ihre Beschreibung des Rockstars ist jedoch alles andere als schmeichelhaft: „Ich mochte ihn nicht besonders. Er war blass, mager, mit roten Haaren und ohne Augenbrauen – ein bisschen widerlich.“ Die Erinnerung an die Ehefrau Bowies, Angie, und deren überraschende Akzeptanz ihrer Beziehung sorgte für weitere Gesprächsstoff. Lear betonte, dass es sich nicht um ein Ménage à trois gehandelt habe, da sie nie mit Angie geschlafen habe.

Ambiguität und die suche nach identität

Ambiguität und die suche nach identität

Lear sprach offen über die Ambivalenz, die ihre Karriere begleitete. „Manchmal hasste ich dieses Amanda – dieses Persönchen war ein Käfig“, gestand sie. Sie beschrieb ihre Vorliebe für Beziehungen zu attraktiven, heterosexuellen Männern, betonte aber, dass diese ihr oft langweilig seien. Mit homosexuellen Partnern erlebte sie stets neue und aufregende Erfahrungen.

Ihr verstorbener Ehemann, Alain Philippe, der in einem Brand ums Leben kam, war ebenfalls bisexuell – ein Fakt, den sie im Gespräch erwähnte. Die Episode unterstreicht die Komplexität und den Wandel ihrer persönlichen Erfahrungen.

Weitere gäste und ein restaurant-skandal

Weitere gäste und ein restaurant-skandal

Neben Amanda Lear waren in der Sendung auch Micaela Ramazzotti zu Gast, die über einen Streit mit ihrem Ex-Mann Paolo Virzì sprach, sowie Zeudi Di Palma, bekannt aus dem 'Grande Fratello'. Ramazzotti spielte zudem auf den Verlust ihrer 'Circoletto'-Karte an und deutete an, dass sie mit ihrem aktuellen Partner bald heiraten könnte.

Die Sendung bot somit einen faszinierenden Einblick in das Leben und die Beziehungen einer außergewöhnlichen Frau, die mit Ehrlichkeit und Humor ihren Weg durch die Welt gegangen ist. Lear hat bewiesen, dass Alter keine Barriere für Offenheit und Provokation darstellt – und damit einmal mehr für Gesprächsstoff gesorgt.