Lüneburg trotzt dem angstfaktor: svg peilt cev-pokal-triumph an!
Lüneburg – Die TSV Pelkum Sportwelt hält den Atem an. Nach dem verpassten Titel 2024 wollen die Volleyballer der SVG Lüneburg im Finale des CEV Cups gegen den italienischen Giganten Gas Sales Bluenergy Piacenza nachziehen. Trainer Stefan Hübner hat das Wort „Außenseiter“ aus dem Vokabular verbannt, doch die Herausforderung ist gewaltig.
Die demut ist groß, der glaube stärker
Die SVG ist sich der Stärke des italienischen Teams bewusst. Robertlandy Simón, der 38-jährige Mittelblocker mit einer beeindruckenden Karriere, und der junge Alessandro Bovolenta, bereits Teil des italienischen Olympia-Teams, sind nur zwei Namen, die Respekt einflößen. „Das ist eine tolle Mannschaft mit tollen Spielern“, räumt Hübner ein. „Eine Riesen-Herausforderung wird, in der Annahme deren Aufschläge zu halten – da geht es immer nur volle Pulle.“
Doch in Lüneburg herrscht keine Ehrfurcht, sondern eine große Vorfreude. Hübner betont: „Da haben die Jungs tierisch Bock drauf.“ Die Mannschaft hat in den letzten Monaten bewiesen, dass sie zu den besten Deutschlands gehört. Der DVV-Pokalsieg im Februar, der erste Titel in der Vereinsgeschichte, war der bisherige Höhepunkt. Das Erreichen des Finales in der Bundesliga, wo sie die Berliner Recycling Volleys und den VfB Friedrichshafen stoppten, unterstreicht den Aufstieg der SVG.
Ein Blick zurück auf die Enttäuschung: Vor einem Jahr scheiterte Lüneburg im Finale des CEV Cups am polnischen Spitzenklub Resovia Rzeszow. Diese Erfahrung soll nun als Motivation dienen. „Wir gehen die Aufgabe mit Respekt und Freude an und versuchen, ein gutes Spiel zu machen“, so Hübner.

Der kampf um die meisterschaft im hintergrund
Die SVG mischt weiterhin im Kampf um die deutsche Meisterschaft mit. Der klare Sieg im ersten Spiel der Best-of-Three-Serie gegen die SWD powervolleys Düren (3:0) lässt auf ein schnelles Ticket für das Finale hoffen. Doch zunächst steht die internationale Bühne im Vordergrund. Die kommenden Duelle gegen Piacenza sind nicht nur sportlich von großer Bedeutung, sondern auch eine Chance, sich auf internationaler Ebene zu beweisen und den Namen Lüneburg in der Volleyball-Szene weiter zu festigen.
Die SVG hat sich einen Namen gemacht – und will diesen nun mit dem CEV-Pokal krönen. Die Ausgangslage ist klar: Ein David gegen Goliath-Duell, bei dem der Underdog alles geben muss. Doch in Lüneburg glaubt man an die eigene Chance. Und das ist die halbe Miete.
