Engelhardt treibt cottbus zur tabellenspitze – mit emotionaler ansprache!
Energie Cottbus feierte einen wichtigen Heimsieg gegen den TSV 1860 München, und das nicht nur dank der drei Tore von Erik Engelhardt. Vielmehr sorgte die emotional aufgeladene Kabinenansprache des Stürmers vor dem Spiel für eine Atmosphäre, die Claus-Dieter Wollitz so noch nicht erlebt hat.
Engelhardts dreierpack katapultiert cottbus nach oben
Drei Tore an einem Abend – Erik Engelhardt war der Mann des Spiels. Mit seinen Treffern zum 1:0, 2:0 und 3:0 besiegelte er den Sieg gegen die Münchner und übernimmt damit vorerst die Tabellenführung in der Drittliga-Torschützenliste. Mika Schroers von Aachen und Lars Gindorf, sein Konkurrent im Rennen um den Titel des besten Torschützen, sind nun in Reichweite. Aber es war nicht nur seine Leistung auf dem Platz, die beeindruckte.
Wollitz: „Vor Liebe und Freude hätte ich geweint“

Die kabinenansprache, die den coach „total gepackt“ hat
Claus-Dieter Wollitz, Trainer von Energie Cottbus, zeigte sich sichtlich berührt von den Worten Engelhardts vor dem Spiel. Die emotionale Ansprache des Stürmers habe ihn „total gepackt“ und ihm fast zu Tränen gerührt. „Wenn das nicht kurz vor Spielbeginn gewesen wäre, hätte ich geweint vor Liebe, vor Freude“, gestand der Coach bei MagentaSport. Er beschrieb die Szene als etwas, das er „von einem Spieler in so einer Phase“ selten erlebt habe – und erst recht nicht von einem Profi, der zu Saisonbeginn noch mit einer Torflaute zu kämpfen hatte.
Engelhardt selbst erklärte, woher seine Motivation für die Ansprache kam: „Ich habe einfach überlegt, was unser Traum ist.“ Der Aufstieg in die 2. Bundesliga sei nicht nur sein persönlicher Wunsch, sondern auch der eines sechsjährigen Jungen, der einst auf dem Bolzplatz gekickt hat. Er forderte seine Teamkollegen auf, „das Feuer in den Augen zu haben wie der kleine Sechsjährige“. Eine Metapher, die offenbar Wirkung zeigte.
Die Leistung des Teams war insgesamt überzeugend, geprägt von „Spielfreude, Energie, Intensität, gutem Gegenpressing“ und einem „total fokussierten Auftritt“, wie Wollitz anmerkte. Auch wenn die Schlussphase des Spiels etwas chaotischer verlief, blieb der Coach zufrieden – nicht zuletzt, weil Engelhardts Dreierpack sein erstes Torfestival im Profifußball markierte.
Die nächste Hürde: Rückkehr nach Osnabrück
Am kommenden Sonntag steht für Engelhardt ein besonderes Spiel an: die Rückkehr an die Bremer Brücke, wo er zwei erfolgreiche Jahre beim VfL Osnabrück verbrachte und den Aufstieg in die 2. Bundesliga feierte. „Das werde ich nie vergessen“, betonte Engelhardt. Obwohl er keine „Kampfansagen“ vor dem Duell machen möchte, ist klar, dass dieses Spiel für ihn eine besondere Bedeutung hat. Es bleibt abzuwarten, ob er seine Form und seine emotionale Stärke auch in Osnabrück abrufen kann. Doch eines ist sicher: Mit Erik Engelhardt an seiner Seite hat Energie Cottbus einen Spieler, der nicht nur Tore schießt, sondern auch seine Mannschaft mitreißen kann.
