Engelhardt packt cottbus zum sieg – mit einer rede, die wollitz zum weinen brachte!
Energie Cottbus feierte einen wichtigen Heimsieg gegen den TSV 1860 München, und das dank einer herausragenden Leistung von Erik Engelhardt. Doch nicht nur seine drei Tore machten den Dienstagabend unvergesslich – es war vor allem seine emotionale Ansprache vor dem Spiel, die Claus-Dieter Wollitz tief berührte und offenbar den entscheidenden Impuls für die Mannschaft gab.

Der stürmer, der seine mannschaft beflügelt
Engelhardt, der in der laufenden Saison bereits 19 Treffer erzielt hat und damit die Torjägerliste der 3. Liga anführt, beeindruckte seinen Trainer nicht nur mit seiner Leistung auf dem Platz. Seine Worte vor dem Anpfiff, so Wollitz, waren von einer solchen Intensität und Leidenschaft geprägt, dass sie ihn „total gepackt“ hätten. Er gestand, dass er „vor Liebe, vor Freude weinen“ hätte können, wenn die Rede nicht kurz vor Spielbeginn gehalten worden wäre. Selten habe er einen Spieler in solch einer Phase erlebt, so der Coach.
Wollitz betonte, dass Engelhardts Rede weit mehr war als nur ein Motivationsschub. Es war eine Erinnerung an den gemeinsamen Traum, den Aufstieg in die 2. Bundesliga, der für jeden Spieler im Team eine tiefe Bedeutung hat. „Ich glaube, dass ich gute Ansprachen habe und eine Mannschaft auch greifen kann“, erklärte Engelhardt selbst bei MagentaSport.
Seine Metapher vom sechsjährigen Jungen, der auf dem Bolzplatz kickt, traf den Nagel auf den Kopf. Engelhardt forderte seine Mitspieler auf, mit der gleichen Leidenschaft und Begeisterung zu spielen, wie sie es als Kinder getan haben. Es ging darum, für diesen kleinen Jungen zu kämpfen, ihn stolz zu machen und sich selbst stolz zu fühlen. „So habe ich es den Jungs beigebracht, dass sie einfach für ihn kämpfen, ihn zur Hand nehmen und ihm sagen sollen: Ich bin stolz auf dich und ich mache dich stolz.“
Das Ergebnis war ein Cottbus, das mit Spielfreude, Energie und Intensität agierte und den Gegner von Beginn an unter Druck setzte. Das 3:0 gegen 1860 München war nicht nur ein wichtiger Sieg im Kampf um den Aufstieg, sondern auch ein Beweis für die Bedeutung von Teamgeist und emotionaler Stärke.
Auch wenn Wollitz die Belastung während der englischen Woche anmerkte und ein „Quäntchen Glück“ zugestand, war er insgesamt sehr zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. Die Worte von Engelhardt, so der Trainer, sollten nun in den Alltag integriert werden, denn „wenn wir diese Worte weiterleben, die Panzer gesagt hat, dann kann hier etwas Großes passieren.“
Engelhardts nächste Herausforderung wartet bereits am Sonntag, wenn er mit Cottbus an der Bremer Brücke zu Gast ist – einem Ort, der ihm besondere Erinnerungen an seine zwei „mega Jahre“ in Osnabrück und den Aufstieg in die 2. Liga beschert hat. Obwohl er vor dem Duell keine „Kampfansagen“ machen möchte, ist eines klar: Erik Engelhardt hat mit seiner außergewöhnlichen Persönlichkeit und seinen Toren gezeigt, dass er ein Schlüsselspieler für Energie Cottbus ist und ein wichtiger Faktor im Aufstiegskampf sein könnte.
