Eisbären patzen weg: hattrick-traum zerplatzt in mannheim!

Berlin hatte alles in der eigenen Hand, zwei Mal sogar die Meisterschaft in greifbarer Nähe – doch am Ende mussten sich die Eisbären Berlin in einem dramatischen Playoff-Finale den Adler Mannheim geschlagen geben. Ein 3:1-Vorsprung in der DEL-Finalserie wurde durch eine bittere Overtime-Niederlage verspielt, ein Szenario, das die Fans der Hauptstadt schockierte.

Die verlorene führung: wie die eisbären den sack verpatzten

Die Partie in Berlin verlief zunächst nach Plan der Eisbären. Zwei Tore Vorsprung deuteten auf einen klaren Sweep hin, doch Mannheim kämpfte sich zurück ins Spiel. Zach Solows Treffer in doppelter Unterzahl war der erste Dämpfer, Alexander Ehls Ausgleich wenige Minuten später katapultierte die Spannung ins Unermessliche. Die Overtime brachte dann die endgültige Entscheidung: Luke Esposito gelang in der 84. Minute der Siegtreffer für die Gäste. Ein Schock für die Berliner, ein Jubelsturm in Mannheim.

Trainer Serge Aubin sprach Klartext: „Wir haben die Niederlage uns selbst zuzuschreiben.“ Die unnötige Strafe in der Offensivzone sei der Wendepunkt gewesen, der den Spielverlauf komplett verändert habe. Auch die Erschöpfung, die in der Verlängerung eine Rolle spielte, konnte die Eisbären nicht überwinden. „Es kann in jede Richtung gehen – leider hat es heute nicht für uns gereicht“, so Aubin nach dem Spiel.

Mehr als nur späte gegentore: berlins leistungsloch

Mehr als nur späte gegentore: berlins leistungsloch

Doch es war nicht nur die späte Unachtsamkeit, die Aubin zur Weißglut trieb. Er sah sein Team weit von seiner Bestleistung entfernt. „Wir können deutlich besser spielen“, betonte der Coach. Die Adler Mannheim nutzten die Fehler der Eisbären gnadenlos aus und zeigten eine beeindruckende Moral. Die Spieler selbst wollen sich nun sammeln und am Sonntag in Mannheim einen entscheidenden Sieg einfahren. „Wir analysieren das Ganze, werden am Samstag ein sehr gutes Training haben. Und dann gehen wir mit voller Attacke in das Spiel am Sonntag“, erklärte Nationalspieler Frederik Tiffels entschlossen. Ein Selbstläufer wird der zwölfte Meistertitel für die Eisbären keinesfalls – in Mannheim muss nun die Kurve gebogen werden, andernfalls ist der Traum vom Hattrick endgültig vorbei.