Eintracht frankfurt vor leverkusen: defensive im fokus nach leipzig-spiel
Durchwachsener start, fokus auf die abwehr
Nach dem unentschiedenen Jahresauftakt gegen RB Leipzig steht bei Eintracht Frankfurt vor dem wichtigen Heimspiel gegen Bayer Leverkusen (Samstag, 14 Uhr, LIVE! bei kicker) vor allem die Defensive im Fokus. Der Rasen ist grün, so äußert sich Trainer Niko Arnautis schmunzelnd bezüglich der wiederholten Spielverschiebungen gegen Hoffenheim. Trotz des gestörten Rhythmus herrscht in Frankfurt eine gute Stimmung und die Trainingseinheiten laufen intensiv.

Leipzig als rückschlag
Das 2:2 gegen Leipzig, das einzige bisherige Spiel im neuen Jahr, muss als Rückschlag gewertet werden. Frankfurt zeigte zwar einen starken Beginn, kassierte aber aufgrund passiver Abwehrarbeit zwei vermeidbare Gegentore. Hätte Torhüterin Lina Altenburg den Elfmeter von Delice Boboy gehalten – die sie selbst verschuldet hatte – wäre der Jahresstart möglicherweise anders verlaufen.

Doorsoun noch ohne stabilisierung
Auch die Rückkehr von Abwehrchefin Sara Doorsoun konnte die defensive Anfälligkeit bisher nicht beheben. Im Gegenteil: Sie verursachte beim Comeback durch ein ungeschicktes Tackling den entscheidenden Elfmeter. Die Frankfurter Abwehr hat mit 30 Gegentoren noch Verbesserungspotenzial. Nur Union Berlin (32) und der 1. FC Nürnberg (40) haben in den Top 10 der Tabelle mehr Gegentore kassiert.
Arnautis analysiert die leistung
„Unabhängig von einzelnen Personen glaube ich, dass wir bis auf den Elfmeter das Spiel lange komplett unter Kontrolle hatten. Zwei Drittel des Spiels waren wir die klar bestimmende Mannschaft. Deshalb war es unerklärlich, dass wir uns im letzten Drittel so passiv gezeigt und um das Gegentor gebettelt haben“, so Arnautis. Er fordert mehr Entschlossenheit: „Hinten raus können wir das besser lösen.“
Widerstandsfähigkeit gegen leverkusen
Gegen Leverkusen soll die Leistung verbessert werden. Die Statistik spricht für Frankfurt: Zu Hause ist die Eintracht gegen die Werkself noch ungeschlagen (elf Siege, drei Remis). Das Hinspiel in Leverkusen ging jedoch mit 1:2 verloren. Arnautis warnt: „Wir erwarten eine Mannschaft, die gerade zu Beginn des Spiels sehr viel Betrieb macht und gegen den Ball sehr aggressiv Fußball spielt. Wir müssen bereit sein, auch mal was auszuhalten und das Spiel mit der entsprechenden Körpersprache wieder in die eigene Richtung zu lenken.“
Borggräfe-verpflichtung irrelevant
Die Verpflichtung von Rafaela Borggräfe durch Leverkusen wird die Frankfurter Vorbereitung nicht beeinflussen. „Ich war etwas überrascht davon, weil Bayer in Friederike Repohl seine Kapitänin hat. Ich gehe auch davon aus, dass Repohl spielt, wenn sie gesund ist“, erklärt Arnautis. Auch die bevorstehenden englischen Wochen sieht er gelassen: „Es ist natürlich eine Herausforderung, mental wahrscheinlich noch mehr als physisch. Aber uns macht das sehr viel Spaß, auch wenn es sehr intensiv ist.“
Personalsituation
Bis auf Innenverteidigerin Amanda Ilestedt (Aufbautraining) und Torhüterin Sophia Winkler (Reha) stehen alle Spielerinnen wieder zur Verfügung. Die Eintracht peilt gegen Leverkusen einen wichtigen Heimsieg im Kampf um die Champions-League-Plätze an.
