Champions-finale: eskalation in paris – polizei nimmt 127 festnahmen vor

Die Freude über den Einzug von Paris Saint-Germain ins Champions-League-Finale ist in der französischen Hauptstadt jäh gewendet worden: Nach dem Halbfinal-Rückspiel gegen Bayern München kam es zu schweren Ausschreitungen, bei denen 127 Personen von der Polizei festgenommen wurden. Elf Menschen erlitten Verletzungen, darunter eine Person schwer.

Die bilanz der ausschreitungen: verletzte und festnahmen

Die bilanz der ausschreitungen: verletzte und festnahmen

Frankreichs Innenminister Laurent Nunez sprach von einer „ärgsten Verurteilung“ der gewalttätigen Aktionen. 23 Beamte wurden leicht verletzt. Die Polizei agierte offenbar schnell, um die Situation unter Kontrolle zu bringen, wie Nunez lobend hervorhob. Die Festnahmen erfolgten im Großraum Paris, nachdem PSG den Einzug ins Finale gegen den FC Arsenal erreicht hatte.

Das Hinspiel in München war bereits ein Spektakel gewesen, das mit 5:4 an die Pariser ging. Gestern Abend gelang es PSG, das Ergebnis mit einem 1:1 (1:0) zu festigen. Das Finale in Budapest am 30. Mai verspricht ein weiteres hochspannendes Duell, denn dort trifft Paris auf den Premier-League-Tabellenführer FC Arsenal, in dessen Reihen der deutsche Nationalspieler Kai Havertz spielt.

Die Zahl der Verletzten und Festnahmen wirft einen dunklen Schatten auf den sportlichen Erfolg von PSG. Es ist ein trauriger Beweis dafür, wie Fan-Hooliganismus die Freude am Sport trüben kann. Die Ankündigung Nunez’ für einen groß angelegten Polizeieinsatz am Tag des Finales in Budapest soll sicherstellen, dass sich eine ähnliche Situation nicht wiederholt. „Wir werden keine Ausschreitungen tolerieren“, betonte der Minister.

Die Polizei hat ihre Arbeit geleistet, aber die Frage bleibt: Wie kann man verhindern, dass solch exzessive Gewalt ausbrechen? Die Organisatoren des Champions-League-Finales müssen nun alle notwendigen Vorkehrungen treffen, um die Sicherheit aller Beteiligten zu gewährleisten. Denn die Bilder von gestern Abend sind ein Mahnmal dafür, dass der Sport nicht zum Vorwand für Gewalt werden darf. Das Finale muss ein Fest des Fußballs sein, nicht ein Schauplatz für Krawalle.