Ksc: eichner muss gehen – strobl als nachfolger im visier?

Schock in Karlsruhe: Nach über sechs Jahren an der Seitenlinie steht Karlsruher SC-Trainer Christian Eichner (43) vor dem Aus. Die Entscheidung, über die BILD-Zeitung zuerst berichtet wurde, soll bereits während der Osterfeiertage intern besprochen worden sein und könnte schon im Sommer vollzogen werden. Ein Trainerwechsel von dieser Größenordnung wirft lange Schatten über die Badener.

Ende einer ära oder neuanfang für den ksc?

Eichner, der dienstälteste Zweitligacoach, übernahm den KSC im Februar 2020. Seitdem scheiterte er immer wieder knapp am Aufstieg in die Bundesliga. Aktuell rangiert die Mannschaft auf einem enttäuschenden neunten Platz. Die jüngste 0:1-Niederlage gegen Schalke 04 verdeutlichte die angespannte Lage. Mario Eggimann, der Sport-Geschäftsführer, ließ nach dem deutlichen 1:5-Debakel in Nürnberg seine Frustration deutlich erkennen – eine öffentliche Zurechtweisung, die die Unzufriedenheit im Verein unterstrich.

Doch es gibt auch Lichtblicke: Nach einer Phase von vier sieglosen Spielen gelang gegen Kiel ein wichtiger 3:1-Erfolg, der die Fans wieder mitriss. Eichner selbst wirkte danach sichtlich erleichtert. „Es war uns heute ein großes Anliegen, unsere Fans wieder mitzunehmen“, so der Coach nach dem Spiel.

Tobias strobl: der überraschende kandidat für die nachfolge?

Tobias strobl: der überraschende kandidat für die nachfolge?

Während Eichners Zukunft ungewiss ist, kursieren bereits erste Gerüchte um einen möglichen Nachfolger. Die Badischen Neuesten Nachrichten (BNN) berichten von Tobias Strobl (35), dem aktuellen Trainer von SC Verl, als Top-Kandidaten. Verl kämpft in der 3. Liga um den Aufstieg und verfügt angeblich über eine Ausstiegsklausel für den Fall eines Angebots aus der 2. Liga. Ein Wechsel von einem Drittligisten zum Zweitliga-Kandidaten KSC wäre somit denkbar.

Die Entscheidung für oder gegen Eichner wird nun wohl von den kommenden Spielen abhängen. Der Druck auf den Trainer ist spürbar gestiegen. Die Fans fordern eine Trendwende, und die Vereinsführung muss schnell handeln, um den KSC wieder auf Kurs zu bringen. Die Personalie Strobl zeigt, dass der Verein bereits aktiv nach Alternativen sucht und bereit ist, einen neuen Weg einzuschlagen. Ob Eichners Engagement in Karlsruhe damit endet, bleibt abzuwarten – eines ist jedoch sicher: Die kommende Woche wird für den KSC turbulent.