Krueger packt an: eishockey-legende kämpft mit sport gegen parkinson
Schock in der Eishockeywelt: Ralph Krueger, eine Ikone des Sports, hat seine Parkinson-Diagnose öffentlich gemacht. Der 66-Jährige, gerade in die Ruhmeshalle der IIHF aufgenommen, sprach über die Herausforderungen, die mit der unheilbaren, aber behandelbaren Krankheit einhergehen.

Ein leben im sport – jetzt neu definiert
Die Diagnose kam vor anderthalb Jahren, wurde aber erst jetzt im Rahmen eines Interviews mit CH Media bekannt gegeben. Krueger, der als Spieler und Trainer auf beeindruckende Erfolge zurückblicken kann – von der Schweizer Nationalmannschaft bis zu den Edmonton Oilers in der NHL – blickt pragmatisch auf die Situation. „Dieser Tag hat viel verändert“, so Krueger, „aber ich sehe darin keine Auszeit, sondern eine neue Herausforderung.“
Was viele nicht wissen: Die wissenschaftliche Evidenz für die Wirksamkeit von Sport bei der Behandlung von Parkinson ist erstaunlich. Krueger setzt darauf. „Ich bin sportlich wie nie zuvor!“, beteuert der Deutsch-Kanadier mit Schweizer Pass. Er trainiert täglich zwei bis drei Stunden und hat dabei eine breite Palette an Sportarten ins Programm aufgenommen, darunter auch Schlägersportarten – eine Wiederaufnahme alter Leidenschaften.
Die Lebenserwartung mag sich durch die Krankheit nicht wesentlich verändern, aber die Lebensqualität ist entscheidend. Und genau hier setzt Krueger an. Seine positive Einstellung und der konsequente Einsatz für seine Gesundheit sind beeindruckend. Die Zahl spricht für sich: Zwei bis drei Stunden täglich intensive sportliche Betätigung – ein Beweis dafür, dass man auch mit einer schweren Diagnose aktiv und lebensfroh bleiben kann.
Krueger's Engagement geht über seine persönliche Situation hinaus. Er setzt ein Zeichen für alle, die mit neurologischen Erkrankungen leben und zeigt, dass Sport ein wertvolles Instrument zur Bewältigung sein kann. Seine Geschichte ist ein Aufruf an uns alle, die Kraft des Sports zu schätzen und zu nutzen – nicht nur in guten Zeiten, sondern auch dann, wenn es wirklich darauf ankommt.
