„Krokodil“ dundee: loyal zum fußballherzen – zwischen stuttgart, karlsruhe und südafrika
Sean Dundee, einst gefürchteter Torjäger beim VfB Stuttgart und Karlsruher SC, steht im Mittelpunkt des WM-Hypes – und teilt sich zwischen Deutschland und seiner südafrikanischen Heimat. Während die Südafrikaner ihr Auftaktspiel gegen Mexiko knapp verloren, schwärmte Dundee in einer Fußballkneipe in Karlsruhe von seiner Verbundenheit mit beiden Ländern.
Ein leben zwischen baden-württemberg und durban
Der 53-Jährige, geboren in Durban, Südafrika, hat seinen Lebensmittelpunkt vor Jahrzehnten im badischen Karlsruhe gefunden. Seine Bundesliga-Zeit beim VfB Stuttgart und beim Karlsruher SC prägten ihn, und die Erinnerungen daran sind noch lebendig. „Ich bin mein ganzes Leben hier geblieben, in Karlsruhe oder Stuttgart“, erklärte Dundee sichtlich bewegt, während er das verlorene WM-Spiel mit seinen Freunden verfolgte. Die Atmosphäre war angespannt, doch Dundees Begeisterung für den Fußball blieb ungebrochen.

Von der hoffnung auf südafrika zur unterstützung deutschlands
Obwohl Dundee sein Herz für Südafrika schlägt – er hatte kurz vor dem Anpfiff gegen Mexiko auf ein 1:0 für sein Heimatland gehofft – gilt seine Unterstützung nun vor allem dem deutschen Team. „Ich drücke ganz klar Deutschland die Daumen“, gab er offen zu. Die WM-Enttäuschung der Südafrikaner wiegt schwer, doch die Freude über den möglichen Erfolg der deutschen Mannschaft überwiegt.

Mehr als nur ein fußballer: trainer und vorbild
Sean Dundee ist längst mehr als nur ein ehemaliger Bundesliga-Torjäger. Er engagiert sich als Fernseh-Experte, Fitnesstrainer und betreut Jugendtrainingscamps des Karlsruher SC. „Fußball selbst zu spielen, das werde ich immer vermissen“, gestand er, während er in einer Soccerhalle in Knielingen immer wieder den Ball schnappt. Sein Highlight bleibt die erste Saison beim KSC, obwohl er damals knapp die Torjägerliste verpasste. Er pflegt enge Kontakte zu ehemaligen Wegbegleitern wie „Euro Eddy“ Schmitt und Kulttrainer Winnie Schäfer, was seinen tiefen Bezug zum Fußball verdeutlicht.

Die bundesliga hat sich gewandelt: „früher bin ich einfach nur gerannt!“
Dundee vergleicht die heutige Bundesliga mit seiner eigenen Zeit: „Der Fußball vor allem in Europa ist viel schneller geworden. Auch taktisch hat er sich weiterentwickelt. Früher hab ich mir einfach den Ball geschnappt und bin gelaufen.“ Die Zeiten haben sich geändert, die Intensität ist gestiegen, aber die Leidenschaft für den Fußball bleibt bestehen.
Während die WM-Faszination das Land erfasst, bleibt Sean Dundee ein fester Bestandteil der Fußballlandschaft im Südwesten – ein Mann, der seine Wurzeln nicht vergisst und gleichzeitig die deutschen Farben anfeuert. Und wenn er nicht gerade Fußball spielt oder trainiert, genießt er die Nähe zu seinen Freunden und seiner Familie in Baden-Württemberg – dem Ort, der ihn zu einem Stückchen Deutschland gemacht hat.
