Kriechmayr stellt ösv ein ultimatum: „ohne meliessnig ist schluss“

Vincent Kriechmayr will weiter, aber nur unter einer Bedingung: Der Mann, der ihn einst zum Doppel-Weltmeister schürfte, muss zurückkehren. Sonst beendet der 34-Jährige seine Karriere. Punkt.

Der star fordert seinen ex-coach

Kriechmayr spricht offen aus, was ihm auf dem Herzen liegt: „Wenn er wieder in mein Umfeld kommt, dann mache ich weiter.“ Gemeint ist Peter Meliessnig, jener Konditionstrainer, der den Oberösterreicher jahrelang begleitete und ihn zur Bestform führte. Seit zwei Jahren arbeitet Meliessnig für Lindsey Vonn und Red Bull. Der ÖSV lässt ihn ziehen – und spürt jetzt den Gegenwind.

Die Verbandsführung habe damals „nicht so wertgeschätzt“, was sie an ihm hatte, wettert Kriechmayr. Die Folge: Meliessnig ging. Die Botschaft ist eindeutig: „Ich wollte ein bisschen Druck ausüben.“

Siege statt abschied

Siege statt abschied

Noch vor dieser Saison war sich Kriechmayr sicher: „Nach diesem Jahr lege ich den Hut auf.“ Doch dann kam Beaver Creek, dann Courchevel, dann Olympia-Silber. Erfolge, die ihn umdenken lassen. Doch der Körper brauche den richtigen Mann, um im Sommer „die letzten Meter zu gehen“, sagt er. Ohne Meliessnig fehlt der Antrieb.

ÖSV-Alpinchef Christian Mitter reagiert prompt: „Wir sind dran.“ Ob Red Bull freigibt, ist offen. Die Entscheidung über das Karriereende eines der besten Speedfahrer des Jahrzehnts liegt nun beim Verband – und bei einem Coach, der längst woanders unter Vertrag steht.

Kriechmayr hat die Karten offen auf den Tisch gelegt. Der ÖSV muss handeln. Sonst verliert er nicht nur einen Trainer, sondern auch einen Champions, der noch länger gewinnen will.