Kraft rettet bostons wm-traum mit millionen-garantie
Der Streit um 7,8 Millionen Dollar hätte Boston beinahe die Fußball-WM gekostet. Jetzt springt Robert Kraft ein – und macht aus Foxboroughs Finanzproblem eine Patriot-Lösung.
Kraft übernimmt die rechnung, die gemeinde behält ihr budget
Die Einigung kam in letzter Minute. Noch am Wochenende hatte Foxboroughs Gemeinderat gedroht, die Genehmigung für sieben WM-Spiele im Gillette Stadium zu verweigern. Grund: Die 18.000-Einwohner-Gemeinde wollte nicht mit knapp zehn Prozent ihres Jahresbudgets für Polizei, Absperrungen und Notärzte haften, solange Bundesmittel auf sich warten lassen.
Der Milliardär und Patriots-Besitzer reagierte innerhalb von 24 Stunden. Über seine Holding Kraft Sports + Entertainment sichert er dem Organisationskomitee „Boston Soccer 2026“ zu, alle Sicherheitsrechnungen direkt zu begleichen. Das bestätigte Ratsherr Mark Elfman gegenüber ESPN: „Robert Kraft hat zugestimmt, die Zahlungspolitik abzusichern.“ Die Stadtverwaltung muss keinen Cent vorschießen – und trotzdem fliegt am 11. Juni die Fahne.
Für Kraft ist es ein doppelter Sieg: Er rettet das Image seiner Heimstätte und bucht sich gleichzeitig weltweite TV-Minuten. Das Viertelfinale am 17. Juli wird in seinem Stadion stattfinden, rund 70.000 Zuschauer werden erwartet. Die FIFA rechnet mit einer globalen Reichweite von über einer Milliarde – kostenlose Werbung für die New England Patriots.

Die gegenseite zieht den kopf aus der schlinge
Foxboroughs Verwaltungschef William O’Hanley atmet auf. „Ohne diese Garantie hätten wir die Lizenz verweigert“, sagt er. Die Gemeinde hätte sonst im Juli mit leeren Kassen dagestanden. Nun bleibt das Haushaltsjahr 2026 intakt, und die Steuerzahler sparen sich rund 430 Dollar pro Kopf.
Die USA, Mexiko und Kanada erwarten insgesamt 104 Partien. Boston ist nur eine von 16 Host-Städten, aber die einzige, die sich fast ins Aus geschossen hätte. Die Lektion: Ohne Kraft kein Kick. Und ohne schnelle Millionen keine Party im Patriot-Reich.
Die FIFA bestätigte sofort, dass der Spielplan unverändert bleibt. Die Fans können also planen – und Kraft kann seine Gäste empfangen. Die Rechnung hat er längst bezahlt, bevor sie überhaupt kam.
