Kompany-ausfall: eberl nimmt cl-duell bei psg gelassen
Paris liegt in Sichtweite, doch Bayern München muss im Champions-League-Halbfinalrückspiel gegen Paris Saint-Germain auf seinen Erfolgstrainer Vincent Kompany verzichten. Eine Gelbsperre hält den FCB-Sportvorstand Max Eberl jedoch keineswegs am Boden – im Gegenteil, er sieht die Situation pragmatisch und betont die eingespielte Dynamik im Team.

Danks schließt die lücke: vertrautheit statt hektik
Der Ausfall Kompanys im Hinspiel im Prinzenpark ist eine Zäsur, doch die Verantwortlichen in München scheinen bestens vorbereitet. Aaron Danks, Kompanys Assistent, übernimmt interimsweise die Leitung. „Die beiden arbeiten seit Jahren so eng zusammen, da muss sich Aaron keine Tipps holen“, erklärte Eberl überzeugt. Es gehe nicht um eine Neuordnung, sondern um eine nahtlose Fortführung der bereits etablierten Strategien. Die Stars des Teams, allen voran Toptorjäger Harry Kane, wüssten genau, was von ihnen erwartet wird – sowohl defensiv als auch offensiv.
Die Gelbsperre resultierte aus Kompanys Engagement im Viertelfinal-Rückspiel gegen Real Madrid. Dort durfte er nicht nur die Kabine betreten, sondern musste bereits eine Stunde vor Spielbeginn den Innenraum verlassen – eine restriktive Maßnahme der UEFA, die engmaschig überwacht wird. Doch Eberl betonte: „Er wird trotzdem seinen Einfluss geltend machen, wo es geht. Er ist ein unfassbarer Trainer.“
Die Ruhe vor dem Sturm? Die Gelbsperre mag für Außenstehende eine Schwächung darstellen, doch Eberl scheint sich darauf eingestellt zu haben. Er lobte Danks als „einen super smarten Typen auf und neben dem Platz“, der mit „Herz und Seele dabei“ sei und „brenne“. Die Kontinuität im Trainerteam verspricht, dass die Bayern auch ohne Kompany an der Seitenlinie ihre gewohnt hohe Qualität abrufen können. Die Frage ist, ob diese Ruhe und Vertrautheit ausreichen, um den Druck im Duell mit PSG zu überstehen.
