Kompany vor der schwersten aufgabe: effenberg warnt vor bayern-realitätsschock!

München – Der Traum vom Triple ist geplatzt, die Champions League-Saison endete jäh. Jetzt steht Vincent Kompany vor einer Mammutaufgabe, so meint es zumindest Stefan Effenberg, der ehemalige Bayern-Star und heutige Experte. Der Druck in München steigt, und Effenberg warnt vor einem Realitätsschock, sollte das DFB-Pokalfinale gegen Stuttgart verloren gehen.

Die nachwirkungen der champions-league-niederlage

Die schmerzliche Niederlage gegen Paris Saint-Germain im Halbfinale der Champions League hat tiefe Wunden in der Allianz Arena hinterlassen. Kompany muss nun, so Effenberg, „die Spannung hochhalten, den Fokus ganz auf das DFB-Pokalfinale richten, seine Spieler wieder aufbauen und ihnen vermitteln, worum es nun noch geht.“ Die Aufgabe ist gewaltig, denn die Erwartungen in München sind stets enorm.

Effenberg verweist auf seine eigene Erfahrung aus der Saison 1998/99, als die Bayern ebenfalls eine bittere Niederlage im Champions-League-Finale gegen Manchester United einstecken mussten, gefolgt von einem Pokal-Debakel gegen Werder Bremen. „Da half es uns auch nicht, dass wir zuvor mit 15 Punkten Vorsprung Deutscher Meister geworden waren – die Saison hatte mehr als nur einen faden Beigeschmack“, erinnert sich der 57-Jährige.

Ein vergleich zur vergangenheit: die saison 1998/99

Ein vergleich zur vergangenheit: die saison 1998/99

Die aktuelle Situation erinnert unheimlich an diese dunkle Stunde der Vereinsgeschichte. Während die Bayern in der Bundesliga bereits als Meister feststehen, droht ein ähnliches Szenario wie vor über 25 Jahren: Meisterschaft, aber ohne den versprochenen Triumph im Pokal. Das würde, so Effenberg, „das ganze Jahr infrage stellen – und das will niemand in München.“

Kompany steht vor einer besonderen Herausforderung. Im vergangenen Jahr waren die Bayern schon deutlich früher aus dem Pokal ausgeschieden und im Champions-League-Viertelfinale gegen Inter Mailand gescheitert, während sie gleichzeitig auf dem Weg zur Meisterschaft waren. Effenberg rät ihm, die Spieler „erst einmal ein, zwei Tage in Ruhe zu lassen und dann an ihre Ehre zu appellieren.“

Schiedsrichterentscheidungen und die kontroverse ifab-regel

Schiedsrichterentscheidungen und die kontroverse ifab-regel

Neben der sportlichen Situation sorgt auch die Schiedsrichterleistung von Joao Pinheiro für Unmut in München. Effenberg kritisiert, dass der Unparteiische „nicht seinen besten Tag erwischt“ habe und verweist auf das Handspiel von Nuno Mendes, das eine klare Gelb-Rote Karte verdient hätte. Andererseits steht er der Meinung, dass bei dem Handspiel von Konrad Laimer kein Elfmeter gegeben werden musste. Er lobt sogar die umstrittene „teammate to teammate“-Regel des IFAB: „Alles, nur kein Elfmeter für die Bayern, und ich muss sagen: Mit dieser Regel haben die Verantwortlichen mal alles richtig gemacht.“

Die Wahrheit ist: Die Bayern stehen vor einer Zerreißprobe. Kompany muss seine Mannschaft schnellstmöglich wieder auf Kurs bringen, um den drohenden Realitätsschock abzuwenden und die Saison doch noch mit einem Titel zu krönen. Andernfalls wird die Meisterschaft allein nicht ausreichen, um die Enttäuschung der Champions-League-Niederlage zu vergessen.