Kompany kritisiert mourinho scharf – debatte um vinicius júnior eskaliert
Kompany übt kritik an mourinho
Vincent Kompany, Trainer des FC BayernMünchen, hat seinen Kollegen José Mourinho von Benfica Lissabon nach dem Vorfall im ChampionsLeague Play-off-Spiel zwischen Real Madrid und Benfica ungewöhnlich deutlich kritisiert. Der Fokus liegt dabei auf Mourinhos Äußerungen im Zusammenhang mit dem Rassismusvorwurf gegen Vinicius Júnior. Kompany hält das Verhalten des Portugiesen für unangebracht und emotional belastend.

Mourinhos kritik an vinicius júnior
Nach dem Spiel hatte Mourinho die Art und Weise, wie Vinicius Júnior seine Tore feiert, kritisiert. Für Kompany ist dies ein schwerwiegender Fehler. „Er hat den Charakter von Vinicius Júnior angegriffen. Er hat die Art, wie er jubelt, gegen ihn verwendet. Für mich ist das aus Führungsperspektive ein klarer Fehler“, so Kompany am Freitag.

Benficas geschichte und die erfahrung schwarzer spieler
Mourinho argumentierte, Benfica könne nicht rassistisch sein, da der wichtigste Spieler in der Vereinsgeschichte, Eusébio, ein Schwarzer gewesen sei. Kompany widersprach dem entschieden. Er betonte, dass die Erfahrungen von Spielern wie Eusébio in den 1960er Jahren enorm belastend waren und dass man dies nicht vergessen dürfe. „Mein Vater ist auch ein schwarzer Mann aus den 60ern – und damals hatten sie als einzige Option, ruhig zu bleiben, nichts zu sagen…“, erklärte Kompany.
Persönliche erfahrungen mit rassismus
Vincent Kompany sprach offen über seine eigenen Erfahrungen mit rassistischen Beleidigungen während seiner Karriere als Profifußballer. Er betonte, wie wichtig es sei, dass sich die Situation ändert und dass es in Zukunft zu einer Entschuldigung kommt. „Mein Traum ist, dass es am Ende dieser Situation einen Raum gibt, wo jemand sagen kann: 'Es tut mir leid, ich bitte um Entschuldigung'.“
Die uefa ermittelt
Der Vorfall, bei dem Vinicius Júnior von Benfica-Profi Gianluca Prestianni rassistisch beleidigt worden sein soll, wird von der UEFA untersucht. Die Ermittlungen sollen klären, ob es zu einer rassistischen Beleidigung kam und welche Konsequenzen dies für die beteiligten Spieler und Vereine hat.
Kompany: eine schwierige thematik
Kompany äußerte sich auch zu seiner persönlichen Beziehung zur Thematik. „Für mich ist es eine ganz schwierige Thematik. Denn ganz ehrlich, ich passe nicht in diese Welt und was da alles passiert, ich sehe da meinen Platz oftmals nicht.“ Er hoffe, dass die Situation zu einer positiven Veränderung und mehr Toleranz im Fußball führt. Er wünscht sich einen Dialog, der auf gegenseitigem Respekt basiert und die Gemeinsamkeiten hervorhebt.
