Kolumbien kämpft sich ins achtelfinale – kongo nach zäher erster hälfte überrascht

Guadalajara – Ein Kraftakt, ein Nervenspiel, ein Sieg: Kolumbien hat sich bei der WM 2026 gegen die Demokratische Republik Kongo mit 1:0 (0:0) geworfen und damit vorzeitig den Einzug ins Achtelfinale perfekt gemacht. Lange Zeit schien es, als würden die Südamerikaner an ihren eigenen Chancen scheitern, doch Daniel Muñoz gelang in der 76. Minute der entscheidende Treffer.

Die nerven lagen blank – bis zum siegtreffer

Die nerven lagen blank – bis zum siegtreffer

Die Erleichterung war nach dem Schlusspfiff bei Trainer Néstor Lorenzo greifbar. “Es war ein unglaubliches Spiel von uns”, sagte er, während seine Spieler die Freude über den Sieg feierten. Die DR Kongo hatte sich vor allem durch ihren Torhüter Lionel Mpasi, der reihenweise Glanzleistungen zeigte, das Ergebnis lange Zeit in Grenzen gehalten. Mpasi verhinderte in der Anfangsphase mehrfach, dass Kolumbien in Führung ging, insbesondere gegen Lerma und den immer gefährlichen Luis Díaz.

Doch die Dominanz Kolumbiens war unbestritten. “Los Cafeteros” kontrollierten das Spielgeschehen, hatten mehr Ballbesitz und erzeugten Druck. Allerdings fehlte die nötige Durchschlagskraft im Abschluss. Erst nach der Trinkpause fand sich die DR Kongo besser ins Spiel ein und konnte dem Druck etwas entgegentreten. Die Fans in Guadalajara, überwiegend in kolumbianischen Farben, sorgten für eine ausgelassene Stimmung. Ein besonderer Gast war der legendäre kongolesische Superfan “Lumumba Vea”, der nach überstandener Quarantäne erstmals seit seiner Ankunft bei der WM dabei war und wie immer regungslos auf der Tribüne stand.

Daniel Muñoz‘ Treffer war mehr als nur ein Tor – er war der Befreiungsschlag für eine Mannschaft, die unter dem Druck der Erwartungen sichtlich litt. Es war ein verdienter Sieg für Kolumbien, der ihnen am Samstag gegen Portugal den Gruppensieg einbringen könnte. Für die DR Kongo hingegen geht es in ihrem letzten Gruppenspiel gegen Usbekistan noch um alles, um eine Chance auf die K.o.-Runde zu haben. Das Team von Trainer Néstor Lorenzo hat bewiesen, dass sie in der Lage sind, auch unter Druck zu bestehen und sich für die nächste Phase der WM zu qualifizieren.

Die Leistung von Mpasi im Kasten der DR Kongo war schlichtweg herausragend. Er hielt sein Team lange Zeit im Spiel, auch wenn am Ende ein Sieg nicht zu verhindern war. Die Spannung im Stadion war bis zum Schluss spürbar, und der Jubel nach Muñoz’ Treffer war ohrenbetäubend. Kolumbien hat sich einen Platz im Achtelfinale verdient – und nun gilt es, sich dort erneut zu beweisen.